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Dienstag, 25. Juli 2017

Fürbitten 26.7. eingebettet in unsere Familien

26.7.2017 Joachim und Anna, die Großeltern Jesu

Von der Volksfrömmigkeit werden sie seit Jahrhunderten verehrt: die Eltern der heiligen Maria. Also sozusagen: Oma und Opa von Jesus. Im Umfeld dieser frommen jüdischen Menschen ist Jesus Kind gewesen und erwachsen geworden. Großeltern, Eltern, sie haben seinen Glauben geprägt. Getrauen wir uns das so profan zu denken? Was alles verdankt er diesen Menschen?  Was verdanken wir unseren Eltern und Großeltern Bitten wir heute

Für alle Großeltern, dass sie ihren Enkelkindern gute Wegbegleiter sein können
Dass sie ihre Lebenserfahrung nicht aufdrängen, sondern einfach da sind, dort wo man sie braucht

Für unsere Familien, dass sie Orte von Geborgenheit und Liebe sind
Dass sie auch Orte sind, wo über Gott gesprochen und Glauben gelebt wird

für die Eheleute, dass sie sich aufeinander verlassen können, dass sie einander vertrauen 
und Krisen gemeinsam durchstehen können

für die vielen Patchwork Familien, dass es untereinander Respekt gibt und die Kinder 
sich auch dort geborgen fühlen

für die Kinder und Jugendlichen, dass sie ihren eigenen Weg in die Welt finden dürfen

bitten wir für alle Alleinstehenden, dass auch sie Familie im weiteren Sinn finden und anderen Menschen hilfreich sein können

und bitten wir für alle älteren Menschen und Altgewordenen, dass sie immer wieder  einen neuen Sinn in ihrem Leben entdecken und auch trotz mancher Einschränkungen neue Lebensfreude.

Du guter Gott, im Blick auf die Familie, in der Jesu groß geworden ist, im Blick auf die Großeltern Jesu,vertrauen wir dir heute ganz besonders die Kinder und die jungen Leute an. Vor allem auch jene, die als Flüchtlinge bei uns sind. Lass sie in ein normales Leben hineinfinden und hilf uns allen, trotz vieler Ängste und Unsicherheiten, den Menschen um uns zu vertrauen. Amen


einfach so


"Zeit vollendet sich

in jedem Augenblick.


Kurt Marti

Montag, 24. Juli 2017

Fürbitten 25.7. der Run auf die besten Plätze ... Fest hl.Jakob


25.7.2017 Fest Apostel Jakobus  Mt.20.20   wo sitzen wir dann im Himmel?

Das Fest des hl.Jakob ist heute. Vieles werden dabei in erster Linie an den Jakobwegs nach Santiago di Compostela denken. Jakob war einer der ersten der 12 Apostel – sein Bruder war Johannes, beides müssen ein heftiges Temperament gehabt haben, denn Jesus nennt sie „Donnersöhne“, Das Evangelium erzählt von diesem Jakob und seinem Bruder eine fast rührende Geschichte, die auf Anhieb „echt“ wirkt. Die Mutter von zwei Söhnen, Jakobus und Johannes, kommt zu Jesus und verlangt, dass ihre „Buam“ später im Himmel die besten Plätze neben Jesus bekommen. Wenn sie schon jetzt so viel für Jesus tun. Typisch Mama.  Die anderen Jünger ärgern sich über diese „Unverschämtheit“ - aber Jesus sagt sehr nüchtern, wie das für den Himmel funktioniert: „Erster“ sein zu wollen. Da muss man sich zuerst ganz hinten anstellen....so bitten wir heute

dass wir nicht glauben, der Himmel hätte etwas mit Lohn und Belohnung zu tun,

dass wir nicht glauben, der Himmel „stünde uns zu“, weil wir ohnehin so christlich sind

dass wir uns – aus innerer Überzeugung - immer wieder hinten anstellen

dass wir nicht nur bescheiden „tun“, sondern auch so leben

dass wir uns selbst nicht klein machen, aber doch von anderen groß denken

dass wir fähig zur Teamarbeit sind, und uns selbst zurücknehmen können

dass wir Andere loben, motivieren und ermutigen – weil wir wissen, wie gut uns das selbst tut

dass wir immer besser verstehen, wenn Paulus schreibt, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns selbst kommt

bitten wir für alle, die auf dem Jakobsweg unterwegs sind nach Santiago de Compostela wo heute ganz besonders gefeiert wird – bitten wir vor allem für all die Menschen in diesen Tagen, die mit großem Schmerz unterwegs sind, weil Unbegreifliches passiert ist.


Du guter Gott, so hilf uns,  dass wir mit unseren Begabungen, mit unseren besonderen Fähigkeiten, mit unserem Leben den anderen Menschen  „dienen“ , so gut wir können. Lass es uns tun in Freude und Dankbarkeit. Amen

einfach so


Gebet 
zu unseren Nothelfern 
und Nothelferinnen

ob es euch gibt

wer weiß das schon
vielleicht seid ihr ja die,
die schon gegangen sind
macht es doch allen leichter
den Gehenden und den Bleibenden
gebt Atem Stärke Sicherheit
und ganz tief drinnen warm
von allem genau so viel
wie es braucht für das Ziel
das Licht leuchtet
lasst es 
wo es sein soll
löscht es
wo es sein muss
bleibt bei allen
ihr seid so sehr gebraucht
jetzt und hier
sofort und immer

Samya Hamieda Lind

Sonntag, 23. Juli 2017

Arthur am Sonntag 30 gibt es Unkraut auch im Himmel?

Ja, mit ihrem Sonntagsbuch
ist die Oma heute schon ein bissl spät dran.
Aber beim Arthur macht das nix -
Sonntagsbuch ist dann, wenn es für die Moa passt.
Der Arthur hat da jede Menge Geduld.  Ihm kann ja nichts davonlaufen ... die Moa und ihr Buch, die sind ja nicht so schnell verschwunden wie die Ameisen ...
Hinter denen muss der Arthur herschurlen ...da ist er direkt
froh,wenn er manchmal auch zum Verschnaufen kommt.
Kommen im Buch der Moa auch Ameisen vor?
Nein, sagt die Oma, von Ameisen habe ich da noch nichts gelesen, aber das heißt nicht, dass sie nicht wichtig sind. Alle Tiere und alle Pflanzen sind wichtig - heute zum Beispiel ist im Buch der Moa vom "Unkraut" die Rede - so nennen Menschen Pflanzen, die dort wachsen, wo man sie nicht haben will. Zum Beispiel in einem schönen Blumenbeet. Wenn da plötzlich dazwischen Löwenzahn wächst, dann wird der oft gleich ausgerissen - es soll ja alles schön und ordentlich aussehen. Und für die Bauern zum Beispiel ist es ja auch wichtig, dass zwischen dem Getreide nicht zu viel von solchem "Unkraut" wächst.

Da ist aber der Arthur jetzt empört. Nein, mit Getreide kennt er sich nicht aus - aber: Pusteblumen,
was, Pusteblumen werden ausgerissen,
weil sie "Un-Kraut" sind!!
Die sind doch die aller aller tollsten Blumen.
Jede Pusteblume ist dem Arthur lieber
als eine Rose mit Dornen.
Ja, die Moa meint das auch:
eigentlich tun wir dem Un-kraut ganz schön Un-Recht.
Denn das Unkraut ist eine Pflanze wie jede andere,
es kann nix dafür, wenn es uns nicht in den Kram passt. Gegen sein eigenes Wachsen kann das Unkraut gar nichts tun ....
Ach, mit den symbolischen Geschichten ist das so eine Sache.
Natürlich hat die Moa schon als Kind in der Schule gelernt "Das Unkraut" in dieser Sonntagsgeschichte, das ist "das Böse" -
und das muss ausgerottet werden .....
Klar, auch in uns selbst gibt es immer etwas, was nicht GUT ist..
der Arthur lacht ....und er zeigt es gleich "hauen, hauen" - Jessas tut er manchmal gerne hauen -
oder sagen wir besser:  er würde gerne hauen ...
aber da sind Mama und Papa, die ganz dezidiert gleich noch vor dem Arthur - Hand - heben
sagen "NEIN ....Nein"
Also: so ein bissl Unkraut gibts schon in uns ....
Aber gäbe es das "Un-kraut" nicht -
gäbe es das nicht, was "nicht gut" ist
vielleicht würde dann etwas Wichtiges fehlen?
alles Gute braucht das Nicht-Gute, damit man es
als GUT erkennt.
Ja, wir müssen gegen das Nicht-Gute ankämpfen, damit wir eben
GUT sind und
so grauenhaft schrecklich das Nicht Gute,
das wirklich Böse in der Welt ist (Gemeinheiten, Gewalt, Ausbeutung, Terror)
ohne "ES" - wäre unsere Welt denkbar?
In der Sonntags Geschichte der Moa läuft es dann auf die Frage hinaus: ja wie wird
das enden mit dem Unkraut, mit dem Bösen?
"Verbrannt" wird das Unkraut werden, heißt es da -  dann, wenn das Gute geerntet wird.
Aber je älter die Moa wird, umso anders sieht sie die Sache.
Wenn es das Himmelreich gibt - und von dem ist ja im Sonntagsbuch der Moa die Rede
ja, wenn es das Himmelreich gibt...
dann wird auch das Unkraut dort seinen Platz haben
nicht nur unser kleines persönliches Un-Kraut, wohl auch das ganz Böse..
.....
vielleicht kann es verwandelt werden?
Es muss etwas ganz Unbegreifliches sein - wäre es sonst der Himmel?


 kein Himmel ohne Arthur Pusteblumen



Fürbitten 24.7. "ein Land jenseits der Vergeblichkeit..." Hl.Christopherus -

Christopherus Fresco von Massacio 
um 1420 San Clemente Rom
 24.7.2017 Hl Christopherus

Wir alle sehnen uns danach, dass das, was wir oft mit so viel Mühe tun, nicht sinnlos ist. Wir alle suchen „ein Land jenseits der Vergeblichkeit“ wie es Jesuitenpater Schörghofer einmal formuliert hat. Wenn wir unsere Last und Verantwortung tragen, als wäre es Christus – dann ist nichts vergeblich
Den heiligen Christophorus verehren die Menschen seit Jahrhunderten als jemand, der bereit war, eine schwere Last auf sich zu nehmen.  Der Legende nach trug er Menschen von einem Flußufer zum anderen. Ein kleines Kind schien ihm so unendlich schwer, dass er fürchtete, zu ertrinken.  "Mehr als die Welt hast du getragen", sagte danach das Kind zu ihm, "denn der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde"". Dann drückte ihn das Kind unter das Wasser und taufte ihn so, heißt es in der Legende. Wir alle tragen an unserem Leben, wir alle tragen auch immer wieder die Last Anderer – oft ist es schwer – aber wer glauben kann, trägt Christus. Und immer wenn man glaubt, es geht NICHTS mehr, dann ist es wie eine Taufe hinein ins Leben, in die Auferstehung Jesu. Bitten wir heute

dass wir tragen und er-tragen können: all das, was oft sein muss und mühsam ist – was uns von anderen „angehängt und umgehängt und manchmal auch aufgelastet“ wird,                     dass wir es in Güte er- tragen und dass wir in Geduld auch uns selbst er-tragen können
 dass wir tragen und mit-tragen
dort wo Andere ihre Arbeit selbst nicht mehr gut schaffen
dort wo anderen das Leben schwer ist
dass wir Sorgen aber auch Freude in unseren Freundschaften und Gemeinschaften mittragen

dass wir tragen und auch bei-tragen
dass wir zu einer guten Atmosphäre in unserer Umgebung beitragen
dass wir mit Humor und Freundlichkeit Anderen und uns selbst das Leben leichter machen
dass wir etwas dazu bei-tragen, dass nichts vergeblich bleibt

bitten wir an diesem Gedenktag des hl. Christopheros auch um eine gute Heimkehr für Alle, die gerade jetzt in den Ferien unterwegs sind, für all die Flüchtlinge, die eine Heimat undeine  Ankunft irgendwo suchen und für alle die in dieser brütenden Hitze im Freien arbeiten müssen, dass auch sie abends wieder gut und gesund nach Hause kommen
bitten wir, dass wir Jetzt und Hier auf uns nehmen
was immer auch dieser Tag wieder bringen wird
dass wir darauf vertrauen, dass es letztlich wir selbst sind, die getragen werden


So  bitten wir auch für alle Sterbenden, dass Jesus selbst sie liebevoll hinüber trägt – von ihrem irdischen Tod in seine ewige Auferstehung Amen

einfach so


Hinter der Tür 
ziehst du an dem Sehnsuchtsseil 
bis Tränen kommen 
In dieser Quelle spiegelst du dich -



Nelly Sachs

Samstag, 22. Juli 2017

Ach Arthur 120 die Moa hat einen Ritter


ja, die Moa muss gestehen - manchmal tut sie etwas mit dem Arthur doch nicht ganz so gern!
zum Beispiel "auf den Spielplatz gehen".
Das sollen mit dem "Aktivi" die jungen Babysitter
Mädeln machen und Mama und Papa - die sind ja auch noch so jung!!!
Aber natürlich: wenn der Arthur plötzlich mit ganz flehendem Stimmerl sagt - ganz hoch ist das Stimmerl dann - ja also wenn der Arthur FLEHT
"Plesi, Plesi" Spielplatz, Spielplatz
"Moa, biiiiitteee ....Plesi, Plesi"
was bleibt dann der Moaa anderes übrig:
wenigstens einen ganz kleinen Spielplatz suchen wir uns aus. Dort wo der Aktivi nicht
all zuviele Angebote vorfindet und die Moa dann womöglich gar nicht mehr "mitkommt"
Aber der Arthur, der Arthur zeigt der Moa schon
"wos lang geht"
Der Arthur zeigt den versteckten Eingang -
der Arthur zeigt, wo die Moa das Wagerl parken muss -
schon holt er sich unten aus dem Wagen den großen
Sack mit allen seinen Spiel Utensilien ....Spielplatz Ausrüstung.
DANN, er weiß, WIE es geht: Sandalen ausziehen,
die Plastik Clogs an.
"Nein"deutet er der Oma, nicht die Socken anlassen .....
Dann werden sofort die Geräte inspiziert. Ah, die große Rutsche: sie liegt aber voll in der Sonne: "heiß, heiß" zeigt der Arthur. Da kann er jetzt nicht rutschen, da verbrennt er sich sonst den Po
Das zeigt er dramatisch deutlich.
Die Schaukel: heiß, heiß, auch sie liegt in der prallen Sonne, also auch unbenützbar
(Nebenfrage: Warum sind die meisten Spielplätze eigentlich unbeschattet? )
Also was tun? Arthur weiß sofort, wie das Programm nun aussieht.

Mit seinem großen Sandkübel Wasser holen beim Hydranten -
und den Miau Miau (Ameisen)
endlich was zum Trinken bringen.
ABER:
früher nachmittag ist es, da schwirren eine Menge Wespen
um das Wasser
Unbeirrt will sich Arthur da mitten hinein stürzen
aber die Moa ruft "Stop" -
Das darf nur sie selbst machen!!!
Vorsichtig nähert sich die Oma der Wasserpumpe ...
hält den Arm möglichst ruhig ...
nur nicht die Wespen aufschrecken!
Aber da hat sie nicht mit Ritter Arthur gerechnet
Der stellt sich jetzt - in kurzer Entfernung zum
Wasserspender -  in Kampf-Pose
mit seinem ganzen Leben verteidigt er jetzt die Moa
gegen die Wespen-Schar.

Arthur hupft und droht, er ballt die Fäuste,
er springt und klatscht in die Hände
nein, die Wespen sind keine Tauben
die Wespen werden jetzt ganz narrisch
die Moa ruft: "Aufhören zum Wacheln!!!!
Ruhig bleiben, Arthur, ganz ruhig ..."
Nein, ein Ritter lässt sich im Angriff nicht stoppen
Zum Glück taumeln die Wespen wegen der großen Hitze
auch schon mehr, als dass sie gezielt angreifen
....aber bei jedem Wasserholen wiederholen sich
die Arthur Ritterspiele.
Leute bleiben stehen und lachen...
Die Moa ruft  unentwegt
"nicht wacheln, nicht wacheln....."
aber der Arthur ficht mit den nackten Armen
er hupft und nimmt immer drohendere Posen ein .....
(die Oma glaubt, das Spiel gefällt dem Arthur sehr)
Ist die Oma froh, als wir nach knapp zwei Stunden den Spielplatz verlassen dürfen.
Niemand ist gestochen worden - und ein bissl schauckeln ist sich auch noch ausgegangen.
Beim Verlassen des Spielplatzes - die Oma hat ihn ja noch nicht gekannt - stolpert sie ganz
dumm über eine kleine Rampe


AU - Fuß verstaucht, eigentlich beide Füße, links, rechts
 ....ganz dumm umgenickt
zum Glück hat die Oma das Wagerl mit dem Arthur noch waagrecht halten können
"Aua, Aua"? sagt der Arthur - er ist immer voll Mitleid und fast selbst den Tränen nahe,
hat den Rumpler und das Gleichgewicht suchen von der Moa
voll mitbekommen.
"Kein Problem, kein Problem", beruhigt ihn die Moa - "ich muss mir bei euch daheim nur eine Salbe drüber geben und, na ja,  kaltes Wasser wäre gut....."
So humpeln wir nach Hause, zum Glück ist es nicht weit ..... Immer wieder sagt Arthur
"aua, aua!!" - endlich kann die Moa die Wohnungstüre aufsperren, will jetzt zuerst einmal nur den Arthur versorgen ...aber der --- wie ein geölter Blitz läuft er ins Badezimmer
"Moa Moa"!!!
 Was will er denn jetzt, denkt sich die Moa.
Da steht Ritter Arthur - und er deutet der Moa:
"Wasser, kaltes Wasser -  Du hast ja gesagt
"kaltes Wasser wäre gut"
"DU BIST EIN SCHATZ" ruft die Moa, "bist du ein gscheiter Bub!!!"
Die Moa schlupft aus ihren verschwitzten Sachen, steigt in die Wanne und beginnt sich beide
Füße ganz ganz kalt zu duschen -- ja, eine Wohltat, der Schmerz lässt nach!!!!
Glücklich, direkt glücklich schaut der Arthur zu!!!!
"Magst auch herein kommen?" fragt die Oma?
und schwupp die wupp sitzt sie jetzt mit einem echten Ritter in der Wanne -
das Wasser noch bitter kalt ....aber dem Arthur macht das gar nix....
Erleichtert macht er auch noch Lulu - und ja, ....das macht der Moa auch nix

Der Schnuffi - er ist und bleibt




ps 
dank Arthurs Badewannen-Einweisung und der kalten Dusche 
war das Problem der
umgeknacksten Füße tatsächlich erledigt - 
kein Aua mehr!!!






Fürbitten Sonntag 23.7. Lassen wir uns keine Angst machen ... Mt.13.24


23.7.2017 Mt.13.24 Unkraut und Weizen

An diesem Sonntag hören wir wieder Gleichnisse vom Himmelreich: Es hat Zeiten in der Kirche gegeben, als gerade diese Evangeliumsstelle vom Unkraut und dem Weizen verwendet worden ist, um Angst zu machen. Am Ende wird Gott gnadenlos mit uns abrechnen, derweil schaut er halt einmal ein bissl zu, wie sich so alles entwickelt. Wir müssen täglich unser Letztes geben, an unserm Heil arbeiten mit Hangen und Bangen.
Es ist sicher ganz Anders. Wir können ganz vertrauensvoll leben. Das Himmelreich ES IST SCHON DA, das Reich Gottes ist schon mitten IN uns, auch wenn wir es nicht immer erkennen. In allem was wir tun, in allem was gelingt oder auch nicht gelingt: es ist Reich Gottes. Es ist Gottes Gegenwart mitten unter uns. Es ist tröstlich, was Jesus sagt: wir müssen uns nicht so viel Sorgen um Richtig oder Falsch machen: Tun wir einfach unser Bestes – den Rest wird Gott vollenden. So bitten wir heute am Anfang einer neuen Woche

lass du uns machen - wozu wir die Fähigkeit haben und es können

lass du uns machen - was uns und anderen guttut

lass du uns machen – was notwendig und not-wendend ist

lass du uns machen - im Vertrauen darauf, dass letztlich nichts schiefgehen kann

ABER

mach Du, was uns trotz aller Anstrengung nicht gelingt

mach Du, wo wir wegschauen und uns drücken wollen

mach Du, was wir uns nicht zutrauen

mach Du, wo wir es falsch gemacht haben


So legen wir alles in deine gute Hand, Gott. Das Wollen und das Vollbringen, das Scheitern und das Gelingen, das Sichere und das Unsichere. In der Liebe Jesu sind wir alle geborgen. Amen

einfach so

"Kein Vormarsch ist so schwer 
wie der, 
zurück zur Vernunft." 

Bert Brecht

Freitag, 21. Juli 2017

Fürbitten 22.7. ohne Liebe ist alles nichts - Maria Magdalena




22.7.2017 Maria Magdalena Joh.20.1 „Halte mich nicht fest“    
Maria Magdalena war für Jesus ein ganz besonderer Mensch. Sie wird an erster Stelle der Frauen genannt, die Jesus geheilt hat und die ihn dann begleiten und unterstützen. Dass Magdalena die große Sünderin war, als die sie in der Kunst dargestellt wird, ist nicht bewiesen. Sicher ist: Maria Magdalena war bis zuletzt an der Seite Jesu, sie harrte beim Kreuz aus, sie war dabei, als man Jesus begraben hat. Maria Magdalena ist die Erste, die Jesus nach seiner Auferstehung sehen darf. Es ist eine Szene voll Zärtlichkeit und Liebe. 
Und doch sagt Jesus zu ihr:  „Maria, halte mich nicht fest“.
Wie schwer ist es, nicht festhalten zu dürfen, was man so sehr liebt! Sind wir nicht auch immer wieder in einer ähnlichen Situation. Man will festhalten, man will, dass alles so bleibt, wie es einmal war. Bitten wir heute

Lass uns erkennen, wenn die Zeit gekommen ist, auch in der Liebe loszulassen
lass uns nicht Besitz ergreifen von Menschen, die wir lieben

lass uns aufhören, so vieles und auch Menschen „festhalten“ zu wollen
lass, dass wir uns nicht an das klammern, „was einmal so schön war“

lass uns Vertrautes loslassen, damit wir Neuem begegnen können
gib uns Vertrauen in unsere leeren Hände

Maria Magdalena ist zum Symbol für eine Frau geworden, die leidenschaftlich liebt. 
Schenke auch uns immer wieder Momente dieser Hingabe und Selbstvergessenheit

Lass uns spüren, wonach wir Sehnsucht haben, Lass uns mit Leib und Seele nach Liebe suchen, 
ganz gleich wie alt wir sind

Lass uns satt an Lebensfreude sein, Gott. Halt uns fest mir Deiner Hand. Verlass uns nicht, wie auch wir lernen wollen, unserer Liebe auch in Schwierigkeiten treu zu bleiben


Du guter Gott, in Deiner Liebe finden wir das Abbild all dessen, was wir ersehnen. So oft sind wir innerlich wie ausgetrocknet, wie abgestorben – lass, dass  wir einander die Liebe geben, die jeder von uns so sehr braucht. Lass uns lieben wie Maria Magdalena geliebt hat.Amen

einfach so


„Die Definition von Wahnsinn ist:
Immer wieder das Gleiche zu tun 
und gleichzeitig 
unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.“ 


Benjamin Franklin

Donnerstag, 20. Juli 2017

Fürbitten 21.7. der Weg in die Freiheit Ex.11.10


21.7.2017 Der Weg in die Freiheit  Ex.11.10

Die heutige erste Lesung aus dem Buch Exodus ist für Juden und Christen eine entscheidende Erzählung. Sie ist das Zentrum des jüdischen Pessach-Festes – und sie ist ein Schwerpunkt im christlichen Osterfest. Das jüdische Volk in der ägyptischen Gefangenschaft bereitet sich – mit Hilfe Jahwes – auf den Weg in die Freiheit vor. Ein Bild auch für unseren Weg – der uns aus Vielem, was uns gefangen hält, in die Freiheit führen soll. Von dieser Freiheit spricht Jesus im Evangelium – und auch davon, dass Gott Barmherzigkeit will, keine blutigen Opfer mehr. Bitten wir um diesen Weg in die Freiheit der Kinder Gottes

Dass wir uns nicht hinter Regeln und Vorschriften verschanzen, sondern den Mut zu einer eigenen Entscheidung haben

Dass wir uns immer wieder kritisch fragen, was das eigentliche Motiv unseres Handelns ist

dass wir auch nicht zu ängstlich und zu bequem sind, um uns von alten Verhaltensmustern zu verabschieden

dass wir in unserem Glauben nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Riten, dass wir nichts „Frommes“ tun, nur weil es „Pflicht“ ist

dass wir nicht krampfhaft nach „Opfern“ suchen, sondern Tag für Tag das annehmen, was uns aufgegeben wird

Dass wir wie Jesus immer danach suchen, was den Menschen in der jeweiligen Situation gut tut

Bitten wir, dass auch unsere kirchlichen Vorschriften Menschen Mut und Trost für ihr selbst gewähltes Leben geben, denn „zur Freiheit sind wir berufen, wir sind Hausgenossen Gottes“, sagt Paulus

Und bitten wir für die christlichen Kirchen: dass sie unkomplizierter und weniger ängstlich miteinander einen gemeinsamen Weg gehen, der sie frei macht für die Gemeinschaft in Christus 

So bitten wir guter Gott. dass wir uns nicht mit Verboten und Ängsten herumplagen, dass DU keine Verbotstafel in unserem Leben bist, sondern ein Hinweisschild für Freude und Freiheit und Zuversicht. Darum bitten wir im Namen Jesu. amen



einfach so



„Kleine Schritte 
sind besser 
als keine Schritte“ 

Willy Brandt

Mittwoch, 19. Juli 2017

Fürbitten 20.7. Komm! SEI DA


20.7.2017 Kommt alle zu mir Mt.11.28
„Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und beladen seid, ich werde euch ausruhen lassen“ sagt Jesus heute im Evangelium. Und in der 1.Lesung haben wir gehört, wie Jahwe Moses seinen Namen offenbart: Ich bin der „ich bin da“. Gott verspricht dem jüdischen Volk in Ägypten ein Ende der Sklaverei verspricht. So bitten auch wir heute

Ja, komm - sei da
komm als Gott der Geduld
dass wir lernen, unsere Unruhe auszuhalten
dass wir uns gegen die Hektik wehren
die wir uns selbst und die uns andere diktieren
und die auch wir so oft anderen auferlegen
Komm als Gott der Geduld – wir bitten dich erhöre uns

Ja komm - sei da
komm als Gott des Trostes
wenn wir krank sind, wenn wir uns zu viele Sorgen machen
wenn wir enttäuscht worden sind, wenn wir selbst andere enttäuschen
wenn wir glauben, dass es oft klüger wäre,
keine Gefühle zu haben und zu zeigen
Komm als Gott des Trostes ….

Ja komm - sei da
komm als Gott der Achtsamkeit
dass wir wahrnehmen, was die Menschen um uns brauchen
dass wir wahrnehmen, was wir selbst brauchen
dass wir den Augenblick genießen und nicht immer
schon in der Zukunft leben
dass wir innehalten und zur Ruhe kommen
Komm als Gott der Achtsamkeit

Ja komm - sei da
komm als Gott der Zuversicht
dass wir es aushalten, wenn unsere Pläne und Projekte nicht gleich Anklang finden
dass wir uns nicht anstecken lassen von Schwarzmalern und Panikmachern
dass wir uns nicht gegen so vieles absichern wollen
dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen
Komm als Gott der Zuversicht

Ja komm - sei da
komm als Gott der uns Freund ist
dass wir dankbar für unsere Gemeinschaften und Familien sind
dass wir andere begleiten können, wenn sie Hilfe brauchen
dass wir selbst immer Menschen finden, die an unserer Seite sind
komm als Gott, der uns Freund ist

Ja komm - sei da
komm als Gott der Freude und der Dankbarkeit
dass wir dich erkennen können in den vielen Gesichtern dieses Tages
dass wir uns immer wieder Neues zutrauen
dass wir aber auch bereit sind, dort loszulassen, wo du anderes für uns vorhast

so legen wir, in aller Früh, auch diesen Tag in Deine Hand, guter Gott. Lass uns dir ohne Angst entgegengehen, im Vertrauen darauf, dass alle unsere Schritte zu dir führen, weil Jesus mit uns ist. Er, der mit dir lebt und uns liebt in alle Ewigkeit Amen