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Donnerstag, 17. August 2017

Fürbitten 18.8. wie ist das mit der Scheidung? Mt..19.3



Ein ganz aktuelles Problem wird heute im Evangelium angeschnitten. „Wie ist das mit der Ehescheidung?“ wird Jesus von Pharisäern gefragt. Nach jüdischem Gesetz gibt es die Möglichkeit einer Scheidung – Jesus spricht in seiner Antwort den Idealfall an: „was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen“. Und doch dürfen wir immer davon ausgehen, dass Jesus die Barmherzigkeit über das Gesetz stellt.
Bitten wir heute

für alle Eheparrtner, die aus einer schwierigen Ehe-Situation noch keinen Ausweg sehen

für alle Ehepertner, die sich zu einer Trennung entschlossen haben

für alle Ehepertner, die nach einer Trennung aus Verbitterung und Zorn nicht herausfinden

für alle Kinder, deren Eltern miteinander Probleme haben – damit es dennoch gute Lösungen für die Kinder gibt

für alle Geschiedenen, die einen neuen Partner gefunden haben, dass ihr Neuanfang glückt und sie sich auch in der Kirche angenommen wissen

für alle, die nie eine Partnerschaft eingegangen sind, dass sie es nicht als Verlust in ihrem Leben sehen

für alle Ordensleute und Priester, dass ihre besondere Lebensweise sie erfüllt


einfach so


"In jede Gesellschaft gehört ein Idiot, 
der die naiven Fragen stellt, 
vor denen man selbst zurückschreckt." 

Mark Twain

Mittwoch, 16. August 2017

Fürbitten 17.8. Das Problem mit dem wirklich "Verzeihen"


17.8.2017  Mt.18.21   wie oft muss ich verzeihen
Wie oft muss ich verzeihen? Natürlich kennen wir die Antwort: IMMER.
Bei Jesus heißt es, „nicht siebenmal sondern siebenundsiebzig Mal“
Und wir sollen uns auch im Gleichnis erkennen, das Jesus erzählt. Das Gleichnis vom unbarmherzigen Schuldner. Ihm selbst wurde großzügig vergeben, es dagegen bleibt einem anderen gegenüber hartherzig.: wie oft sind auch wir dankbar, wenn jemand über unsere Fehler großzügig hinwegsieht, uns „die Schulden nachlässt“ – und wie kleinlich können wir sein, wenn wir Anderen immer wieder etwas aufrechnen und es einfordern.
Jesus ist ein guter Psychologe – er kennt mich und dich…. Bitten wir heute

dass wir nicht mit zweierlei Maß messen
dass wir großzügig sind, wenn andere uns um Verzeihung bitten

dass wir nicht immer wieder alte Rechnungen aufwärmen
dass wir nach einem Konflikt einen wirklichen Schlussstrich ziehen können

dass wir versuchen, andere Meinungen und Handlungsweisen zu verstehen
dass wir oft gar nicht mit Schuldzuweisungen beginnen

dass wir uns nicht so ernst und wichtig nehmen müssen
dass wir prinzipiell nicht so schnell persönlich gekränkt und beleidigt sind

dass wir den 1.Schritt zur Versöhnung machen können, ohne Angst vor Gesichtsverlust
dass wir auch uns selbst vergeben können, wenn vieles nicht perfekt ist und manches
schief läuft

dass wir auch in unseren Gemeinschaften und Partnerschaften, ja auch in unserer Kirche Konflikte austragen können, ohne dass „feindliche Gräben“ entstehen und Menschen zu Gegnern werden.

Bitten wir für die großen Konflikte in unserer Welt, dass es auch hier möglich wird, einen Schlussstrich zu ziehen und neu anzufangen


Du guter Gott, hilf uns, dass wir einander Fehler und Schwächen verzeihen können. Ratlos sind wir, wie wir dort verzeihen können, wo an Menschen schwere Verbrechen verübt werden – Jeden Tag, auch heute, flehen wir um Frieden und wir bitten um Leben und Überleben schuldloser Menschen. Wir bitten dich: Jesus hilf! amen

einfach so


"Ich muss viel langsamer gehn -  

sonst kommt mir mein Obdach nicht nach"  

Christine Lavant

Dienstag, 15. August 2017

Fürbitten 16.8. das Unvollkommene akzeptieren Dtn.34.1


16.8.2017 Dtn.34.1 Moses stirbt

Die heutige Stelle in der jüdischen Bibel kann einem ans Herz gehen. Moses, der große Führer seines Volkes, er, der von Aug zu Aug mit Gott verkehrt hat, Moses stirbt. Er ist hochbetagt – aber er stirbt, EHE er in das gelobte Land ziehen darf. Gott lässt ihn auf dem Gipfel eines Berges dieses Land noch sehen – Gott verspricht ihm, dass es dort für das jüdische Volk eine Zukunft gibt – aber Moses selbst wird dieses neue Land nicht mehr betreten. Geht es nicht auch uns immer wieder so – wir haben alles für eine Sache gegeben, und doch wird ein anderer die Früchte ernten. Bitten wir heute

Dass wir Gott vertrauen
Auch wenn wir unsere Pläne und Projekte nicht zu Ende führen können

Dass wir Gott vertrauen
Wenn wir aus der Hand geben müssen, was uns ans Herz gewachsen ist

Dass wir Gott vertrauen
wenn Andere nach uns unsere Aufgaben übernehmen

Dass wir Gott vertrauen
Wenn wir Tag für Tag erkennen, dass so vieles Stückwerk bleibt

Dass wir Gott vertrauen
Wenn wir spüren, dass die eigene Kraft nachlässt

Dass wir Gott vertrauen
Auch wenn wir selbst oft keine Perspektive mehr sehen

Dass wir Gott vertrauen
wenn wir im Altwerden oft nicht wissen, WOHIN nun der Weg geht



Du guter Gott, lass uns darauf vertrauen, dass Du es bist, der den Weg mit uns geht. Dass wir Alles in deine Hände legen dürfen, dass es gut ist, am Ende unserer Tage auszuruhen. In Jesus sehen wir heute schon das gelobte Land – nichts macht uns mehr Angst. Dafür danken wir dir. Amen

Ach Arthur "in einer Tour, in einer Tour..." RT 5

die Moa lacht, die Moa lacht -
Ja, das ist der Moment
wo man untrüglich weiß:  jetzt
geht es dem eigenen Kind genau so, wie es einem selbst einmal gegangen ist. Nein, man will ja nicht
schadenfroh sein - aber lachen, lachen darf man!!!
Der Moa kommen fast die Tränen vor Lachen, als sie
heute früh mit der Arthur Mama handyfoniert.
Die Arthur Mama hat in der Nacht wenig Schlaf bekommen,
der Arthur hat einen Schnupfen
da ist er unleidlich, noch dazu, wenn dieser Schnupfen
möglicherweise von einem neuen Backenzahn kommt,
der durchbrechen will.
Na hallo, wer braucht denn wirklich so viele Zähne im Mund. Aber zum Glück: nur mehr vier fehlen!
Der Arthur kann natürlich noch nicht sagen, ob ihn ein neuer Zahn plagt oder ob er einfach "so", ein bissl
schlecht geschlafen hat
"Wie der sich momentan aufführt"
sagt die gereizte Mama,
"was der momentan alles anstellt, wie schlimm
der ist, was der alles momentan kaputt macht -
IN EINER TOUR  IN EINER TOUR !!!"
sagt die Arthur Mama
Der Moa tut die Arthur Mama natürlich leid - sie weiß ja,
wie einem die eigenen Kinder oft
auf die Nerven gegangen sind....manchmal ist es halt einfach zu viel und die Power vom Aktivi kann einen schon erschöpfen
"IN EINER TOUR"
Jaja, die Moa kann sich das vorstellen: aber ehe sie noch ihr Mitgefühl äußern kann
hört sie im Hintergrund eine freche Stimme krähen:

"IN EINER TOUR ....  IN EINER TOUR"
ein makelloser verbaler Dreiteiler vom Schnuffi!!!!
"IN EINER TOUR" !!!!-
verspottet der Arthur seine Mama?
 oder gefällt ihm einfach diese wunderbare
Wortkombination!!!!
Na klar lachen wir jetzt gemeinsam, -
(die Moa lacht auch "deshalb" - siehe oben)
gleichzeitig wird uns aber
jetzt klar: AB SOFORT jedes Wort auf die Goldwaage legen, der Kerl versteht alles
und wird es auch gegen uns verwenden ...
Arthur macht dabei einmal mehr die Erfahrung:
Mamas Nerven halten ohnehin ewig viel aus
Da kann er ruhig "IN EINER TOUR ....."
Ja, und was macht er denn sonst noch  IN EINER TOUR?
Eigentlich macht er einiges, worüber die Mama in Wien höchst begeistert wäre
Also: der Arthur isst und isst und isst - IN EINER TOUR
Völlig sensationell, er, der sonst jedes Reiskorn zählt, kann nicht genug am Teller haben -
zu jeder Tageszeit. "Essi essi" -
die vielen Lokale an der Promenade und
in der Altstadt rufen ja regelrecht nach dem ausgehungerten Arthur
Pommi und Oliven sollten immer dabei sein!!
Der Arthur kann in der Ferienwohnung außerdem
mit Hingabe Duplo spielen, Puzzle legen und Buch lesen.
So viel Sitzfleisch hat er daheim selten
Sein Lieblingsbuch, das "DOKTA-Buch" "Beim Doktor" .... hunderte hunderte Male
IN EINER TOUR
geht Arthur jede Einzelheit durch - (bei der Moa in Wien hat er noch ein Zusatzspiel. Da muss die Moa jammern: "Herr Doktor Herr Doktor, mein Ohr tut weh, ist mein Ohr in Ordnung?"
Und Herr Doktor Arthur kommt und untersucht das Moa-Ohr:

Fast kann er schon "Otoskop" sagen, aber zur Untersuchung benützt er derweil doch die kleine Duplo Dusche oder die kleine
Duplo Tankstelle mit dem beweglichen Schlauch.
Auch dieses Spiel kann ewig dauern
"IN EINER TOUR  IN EINER TOUR"
Noch ein drittes, was er nun in Spanien ganz ganz ausgiebig macht
SIESTA - oft 3 Stündchen am Nachmittag, na ist das NIX!!!!
IN EINER TOUR - heia heia heia ...
Übrigens, einen echten Spielplatz
hat der Arthur HEUTE auch entdeckt,

"gequietscht hat er vor Freude" schreibt die Mama, ein Spielplatz
sogar mit ganz neuen Spielgeräten - nur eine Schaukel fehlt leider.
Wir wissen ja: Schaukeln kann der Arthur auch
IN EINER TOUR
IN EINER TOUR könnte er allerdings auch bei den großen Go Carts auf der Promenade sein

noch reichen die kleinen Beine nicht ganz zu den Pedalen .... aber wenn er im Auto sitzt
er fühlt sich wie ein ganz Großer, der Arthur,
der ganze Körper legt sich in die Kurve -
brumm, brumm
wo kann er das gesehen haben???
Der absolut größte RENNER aber
das sind Strand und Meer
Fast "see-krank" vor überschäumenden Glück ist der Arthur .....
er rennt und rennt und rennt
und tanzt und rennt und
dreht sich wie ein kleiner Derwisch
Sand, Wellen, Meer, die Brandung, die Gischt ...Arthur läuft hinein, Arthur läuft hinaus
er fällt der Länge nach hin, einmal, zweimal, dreimal - Gatsch im Gesicht
aber alles, alles ist nur Begeisterung
der ganze kleine Arthur Körper verströmt Freude, Freude, Freude


IN EINER TOUR  IN EINER TOUR  IN EINER TOUR  IN EINER TOUR



und Maria kletterte von ihren Altären herab - Maria Himmelfahrt

Maria trat aus ihren Bildern
und kletterte
von ihren Altären herab
und sie wurde
das Mädchen Courage
die heilig kecke Jeanne d'Arc
und sie war
Seraphina vom freien Geist
Rebellin gegen Männermacht
und Hierarchie
und sie bot
in Käthe der Kräutermuhme
aufständischen Bauern
ein Versteck


und sie wurde
milionenfach als Hexe
zur Ehre des
Gottesgötzen verbrannt
und sie war
die kleine Therese
aber Rosa Luxemburg auch

und sie war und sie ist
vielleibig vielstimmig
die subversive Hoffnung
ihres Gesangs

Kurt Marti

der vollständige Text:

l. und maria sang

ihrem ungeborenen sohn:

meine seele erhebt den herrn
ich juble zu gott meinem befreier
ich: eine unbedeutende frau -
aber gl&uumlcklich werden mich preisen
die leute von jetzt an
denn großes hat gott an mir getan -
sein name ist heilig
und grenzenlos sein erbarmen
zu allen denen es ernst ist mit ihm -
er braucht seine macht
um die pläne der machthaber fortzufegen
er stürzt die hohen vom sitz
und hebt die unterdrückten empor
er macht die hungrigen reich
und schickt die reichen hungrig weg

2. und maria konnte kaum lesen

und maria konnte kaum schreiben
und maria durfte nicht singen
noch reden im bethaus der juden
wo die männer dem mann-gott dienen
dafür aber sang sie
ihrem ältesten sohn
dafür aber sang sie
den töchtern den anderen söhnen
von der großen gnade und ihrem
heiligen umsturz

3. dennoch

erschrak sie
am tage
da jesus die werkstatt
und ihre familie verließ
um im namen gottes
und mit dem feuer des täufers
ihren gesang
zu leben

4. und dann

ach dann
bestätigten sich
alle ängste
aufs schlimmste:
versteinert stand sie
und sprachlos
als jesus
am galgen
vergeblich
nach gott schrie

5. später viel später

blickte maria
ratlos von den altären
auf die sie
gestellt worden war
und sie glaubte
an eine Verwechslung
als sie
- die vielfache mutter-
zur jungfrau
hochgelobt wurde

und sie bangte
um ihren verstand
als immer mehr leute
auf die knie fielen
vor ihr

und angst
zerpreßte ihr Herz
je inniger sie
- eine machtlose frau -
angefleht wurde
um hilfe um wunder

am tiefsten
verstörte sie aber
der blasphemische kniefall
von potentaten und schergen
gegen die sie doch einst
gesungen hatte voll hoffnung

6. und maria trat aus ihren bildern

und kletterte
von ihren altären herab
und sie wurde
das mädchen courage
die heilig kecke jeanne d'arc
und sie war
seraphina vom freien geist
rebellin gegen männermacht
und hierarchie
und sie bot
in käthe der kräutermuhme
aufständischen bauern
ein versteck

und sie wurde
milionenfach als hexe
zur ehre des
gottesgötzen verbrannt
und sie war
die kleine therese
aber rosa luxemburg auch
und sie war und sie ist
vielleibig vielstimmig
die subversive hoffnung
ihres gesangs

Kurt Marti

Montag, 14. August 2017

Fürbitten Maria Himmelfahrt - ...sich immer wieder auf den Weg machen


15.8.2017 Maria Himmelfahrt Lk.1.39

Wie beschwingt heute der erste Satz des Evangeliums klingt:
„Maria machte sich auf den Weg“ –
(nachdem sie zuvor bereit war, zu dem, was Gott von ihr will, „JA“ zu sagen,)
Ja, es klingt so einfach: „Maria machte sich auf den Weg“ – aber wir wissen nur zu gut, wie schwer es oft ist, „sich auf den Weg zu machen“. So bitten wir heute am 
Fest Maria Himmelfahrt 

Dass wir uns – mit Maria – auf den Weg machen
Auch dann, wenn wir schon ein wenig müde sind
wenn die Begeisterung für eine Sache schon nachlässt –
wenn es schwer ist, aus der Routine herauszufinden –

Dass wir uns – mit Maria – auf den Weg machen
Wenn Zeit und Umstände Neues, vielleicht Unbequemes von uns fordern
dass wir nicht nur unseren eigenen Ideen hinterherlaufen sondern
dass wir dorthin gehen, wo Gott uns haben will

Dass wir uns – mit Maria – auf den Weg machen
wenn es uns schwer fällt auf Andere zuzugehen
wenn wir uns von neuen Situationen überfordert fühlen
wenn Schritte der Versöhnung wichtig sind,

Dass wir uns – mit Maria – auf den Weg machen
Auch dann, wenn wir eigentlich lieber unsere Ruhe hätten
Dass wir Freude in unsere Familien, Gemeinschaften und Partnerschaften bringen,
Dass wir vor Problemen nicht wegschauen und hoffen, es wird sich schon wer anderer finden, der etwas tut -

Dass wir uns – heute und morgen und immer wieder - mit Maria auf den Weg machen
Denn auch sie ist nicht fromm und beschaulich zu Hause geblieben
Lass uns wie Maria JA zum Leben sagen, was immer es bringt
Lass uns vertrauen auch auf unsere Himmelfahrt und die aller Menschen
an allen Orten und zu allen Zeiten


So bitten wir Gott,
behüte und segne unsere Wege
die prachtvollen Höhenwege und die genussvollen Wanderwege
manche Umwege und auch und die Irrwege 
immer wieder auch Rückwege und
wohl auch Schleichwege werden manchmal dabei sein
Lass uns aber vor allem dort nicht allein, wo der Weg zum KREUZWEG wird

das erbitten wir – mit dem Blick auf Maria - Amen

Sonntag, 13. August 2017

Fürbitten 14.8. freiwillig im NS Vernichtungsbunker


14.8.2017 hl. Maximilian Kolbe

Maximilian Kolbe, ein polnische Franziskanerpater, hat etwas getan, was man kaum nachvollziehen kann. Selbst inhaftiert im Nazi Vernichtungslager Auschwitz, ist er freiwillig, an Stelle eines anderen Gefangenen, in den Hungerbunker gegangen. Für einen Familienvater, der als Geisel für einen entsprungenen Häftling mit neun anderen Polen hätte sterben müssen.  Ein schrecklicher Tod: Verhungern im Strafbunker. Wie schafft ein Mensch freiwillig so etwas auf sich zu nehmen?  
Nach 14 Tagen war Kolbe immer noch bei Bewusstsein und am Leben, da vergifteten ihn die Nazis mit einer Phenolspritze. Es war wohl eine Erlösung: am Vorabend von Maria Himmelfahrt – Maximilian Kolbe war ein glühender Marien-Verehrer. 1982 wurde Maximilian Kolbe heiliggesprochen. Bitten wir heute für alle, die in einer Extremsituation leben müssen  
Verlass uns nicht

Herr, sei ein schützender Gott:
für alle die schuldlos in Gefängnissen sitzen, gefoltert und gequält werden
sei ein schützender Gott
für die unzähligen hilflosen verzweifelten Menschen in den
Kriegs-und Krisengebieten dieser Welt
Verlass uns Menschen nicht, Herr unser Gott - Verlass uns nicht

Herr, sei ein Gott der Versöhnung:
in den unlösbar scheinenden Konflikten der großen Welt
überall dort, wo auch religiöser Fanatismus Menschen bedroht
Sei ein Gott der Versöhnung, in all unseren kleinen Streitigkeiten
Verlass uns Menschen nicht, Herr unser Gott

Herr sei ein Gott der Zuflucht:
für die Opfer von Ausbeutung und Menschenhändlern
für all die Frauen, die vor gewalttätigen Männern flüchten müssen
für alle, die mit unserer schnellen Gesellschaft nicht mehr mitkönnen
für alle, für die wir hier in Österreich mitverantwortlich sind
lass uns nicht versagen
Verlass uns Menschen nicht, Herr unser Gott

Herr sei ein Gott der Hoffnung und der Zuversicht:
für alle, die hilflos von Naturkatastrophen betroffen sind
für alle, die unter den extremen Wettersituationen leiden
für die Kranken und für alle, die anderen helfen und selbst gefährdet sind
Verlass uns Menschen nicht Herr unser Gott

Herr sei der Gott der ausgestreckten Arme :
bleib an unserer Seite auch in den Krisen unseres Lebens
dort, wo wir nicht wissen,wie es weitergeht, wo wir Entscheidungen treffen müssen
dort wo wir glauben, versagt zu haben, 
dort, wo wir darum ringen, das Richtige zu tun
Verlass uns Menschen nicht Herr unser Gott


Herr und Gott, unsere Welt ist voll von Tragödien und Hilflosigkeit, jedes WARUM scheint ohne Antwort zu bleiben. So können wir oft nur beten und bitten. Wir wollen es wie Jesus tun, der alles in deine Hände gelegt hat. Gott, erbarme dich über deine Welt, Amen

Arthur am Sonntag 32 "....na wirst schon sehen ....." 1.Kön.19, Mt.14.22

"na, wirst schon noch einmal sehen, wo Gott wohnt..."
Nein, so ein Sprücherl wird der Arthur wohl niemals hören. "Gott" sei's gedankt
"...wirst schon noch einmal sehen, wo Gott wohnt...": das ist Teil einer - wir hoffen es,
vergangenen  - schwarzen Pädagogik. Dunkle Drohung für Kinder, aber auch Erwachsene

EINMAL wirst du dir Nase blutig schlagen,
EINMAL wird schon alles schlecht ausgehen
EINMAL wirst du scheiten mit Bomben und Granaten
"....und DANN ...dann wirst schon noch einmal sehen,
wo Gott wohnt..."
"Wo Gott wohnt": das meint dann:
DORT ist die rabenschwarze Abrechnung mit allen Verfehlungen
Zu Zeiten als die Moa noch ein Kind war,
da konnten solche Verfehlungen auch
ganz klein sein: "du wirst schon noch sehen....":
wie weit du kommst

wenn du keck bist -
wenn du aufmüpfig bist -
wenn du nicht zu allem Ja und Amen sagst
du wirst schon noch sehen, wohin du kommst
(und wo Gott wohnt...)
wenn du glaubst, du könntest aus der Reihe tanzen
wenn du glaubst, du könntest etwas Neues probieren
wenn du glaubst, du wüsstest selbst, was für dich gut
oder nicht gut ist ...
"Einmal wirst schon noch sehen - wo Gott wohnt!"
Das ist nämlich die Wohnung eines Oberrichters - na vielleicht sogar eines Scharfrichters
Dann heißt's: jetzt wird es eng für dich, oder gleich: Kopf ab!
Die Moa, damals noch die kleine Ilse, hat sie wirklich noch gehört, solche mehr oder weniger subtilen Drohungen ..... ja ein wenig Angst hat man damals schon noch empfunden ....
aber selbst gegen die Angst hat sich das trotzige Kind gedacht:
und wenn schon .....das und das und das, ich will es ....ich tue es trotzdem...
Das Meiste davon war völlig richtig - auch wenn es nicht in die Droh- und Gebote -
Pädagogik gepasst hat - und vielleicht heute noch nicht hinein passt
SELBST wissen und verantworten - was man tut
wenn "Gott" irgendwo anzutreffen ist - dann DORT

Im Sonntagsbuch der Moa stehen heute dazu zwei schöne Geschichten
Vor tausenden von Jahren hat man Gott immer wieder in Naturerscheinungen gesucht
Alles, was einem Angst machte,
konnte ein Gott sein, und so fürchtete man sich vor diesen Göttern in Blitz und Donner,
in Feuer und Erdbeben. Gewaltig und bedrohlich stellte man sich so einen Gott vor,
einen, der kommt um zu strafen oder um schreckliche Opfer von den Menschen zu
fordern. Vor 3000 Jahren aber macht ein Mann im Nahen Osten, auf dem Berg Karmel -
(der ist gar nicht hoch, nur 546 m - )
eine ganz andere Erfahrung.
Der Gott, auf den er wartet, kommt nämlich
nicht im Sturm, er kommt nicht im Feuer,
er kommt nicht im Erdbeben - es ist
ganz anders. Plötzlich,
in einem sanften Säuseln des Windes glaubt
der Mann, er heißt Elija - dass er in diesem sanften zärtlichen Luftzug "seinem" Gott begegnet ist.
Vom "lieben Gott" sprechen wir ja mit dem Arthur nicht -
er selbst soll - frei von Bildern, die wir ihm jetzt schon in den Kopf setzen - durchs Leben gehen. Voll Freude, voll Begeisterung (wie jetzt am Meer) angstfrei, immer voll Zuversicht und Mut.
Aber spätestens wohl im Kindergarten, und der fängt ja schon bald an, wird Arthur
irgendetwas von "Gott" hören - er wird auch mit anderen Kindern zusammen kommen,
die diesen oder jenen Glauben haben, und zur Bildung gehört es ja auch einfach dazu, über verschiedene Religionen Bescheid zu wissen. Heute mehr denn je

Aber die Moa wünscht sich, dass der Arthur EINES IMMER weiß
Was immer man ihm von einem Gott erzählt:
er braucht sich nie zu fürchten
Er darf sich nie Angst einjagen lassen,
 er darf nie den Kopf einziehen müssen
- auch vor keiner Ideologie -
der Arthur soll immer wissen:
"DORT WO GOTT WOHNT",
und das gilt auch im übertragenen Sinn
DORT
wo es eine wirkliche Autorität gibt
DORT gibt es nichts zu fürchten,
"Fürchtet euch nicht" das steht heute auch ganz groß in der zweiten Geschichte
im Sonntagsbuch der Moa. 
FÜRCHTET EUCH NICHT

SAPERE AUDE

hat der Philosoph Kant das formuliert

Fürchte dich  nicht, 
hab immer den Mut, 
dich deines eigenen Verstandes zu bedienen









einfach so

" man
wacht von innen nach außen auf." 

Friederike Mayröcker

Samstag, 12. August 2017

Ach Arthur nein, die Moa kann es nicht glauben RT 4


....hätte man DAMIT
doch noch rechnen müssen?
Der "Renner" der Saison -
jetzt ist er auch beim Arthur gelandet.
Ein Fidget Spinner ..... wie oft ist die Moa hier
am Spielzeug-Geschäft vorbei gegangen, und hat
IHN
den Fidget Spinner
DOCH NICHT gekauft .....
Dafür ist der Arthur ja noch viel zu klein!!!
und JETZT? Was zeigen die Arthur Fotos von heute
früh beim Starbucks Frühstücks-Kaffee???
Ja, einen Fidget Spinner!!!
ABER!!!!!!
Nicht der Arthur hat ihn in der Hand - der Papa erfreut sich an dem rot blauen Ding und
- ja, das kann die Moa nun wirklich nicht glauben - im nächsten Video was sieht man:
den Papa mit zurückgelehntem Kopf, der auf seiner Nase den Fidget Spinner rotieren lässt!!!!
Der Papa!!!!!! Virtuos!!! wirklich virtuos!!!!
Die Moa sieht aber auch den Arthur, wie er - voll Eifersucht, glaubt sie - auf den Papa hinauf kraxelt,
um diesen prachtvollen Auftritt zu stoppen.
Uijegerl, mit welchen Übungen wird jetzt der Arthur versuchen, den Papa "auszustechen"?
Roller-fahren ist ja schon so gut "wie nix mehr" für den
Arthur - da ist die Mama mit ihm wie mit einem großen
Buben auf der Strand Promenade unterwegs. Jetzt allerdings würde er dort schon viel lieber in die Go Carts steigen,
die man dort mieten kann ....
Wenigstens in den "Angeketteten" kann er sitzen, der
Arthur, und wie ein Wilder lenken, sich in die Kurven
legen und "brumm brumm" rufen
Diese Buam!!!! Haben die das wirklich im Blut?
Den ganzen Tag ist der Arthur ja schwer beschäftigt
Die Moa kann nur an Hand der Fotos berichten:
In der Früh - am breiten Balkongeländer sitzend - abgesichert von der Mama!!! muss er bereits
der Dame winken, die unten im Pool ihre ersten "Längen" schwimmt.

Gott sei Dank, die Dame winkt zurück!!!
Winken ist für den Arthur nämlich GANZ wichtig: auch in Wien,
niemand bleibt davon verschont
Selbst Polizisten winken zurück
so überzeugend hat der Arthur sie
an-gewunken!!!!
und Arthur ist fassungslos, wenn Motorradfahrer nicht auch ihre Fahrt stoppen, nur um sein Winken zu erwidern
Also in Marbella kann er ungezügelt winken - und alle, alle winken freundlich zurück.
Sooo freundlich sind die Menschen dort:
da kann man auch beim Eisstandl hundertmal
umdisponieren: obwohl es letztlich doch jeden Tag wieder
ein Schoko Cornetto wird:
und der Arthur danach aussieht
wie vom Schoko - Cornetto- Ganz - Körper -Schmink - Wettbewerb
Von oben bis unten der Arthur:  Schoko Masern:
diese Mama braucht Nerven!!!
Zum Glück gibt es ja eine Waschmaschine auch im Urlaub.

Nach dem Winken kommt das Einkaufen gehen und
Rollerfahren mit Mama -
oder es kommt gleich Maria, das spanische Babysittermädchen
und macht mit Arthur
den ersten Ausflug an den  Strand.
Tagelang sind die Wellen zu hoch und zu stark -
ins Wasser selbst kann er nicht hinein,
selbst die Erwachsenen halten Respektabstand -
aber GATSCH spielen, das geht sich jeden Tag aus -
Jeden Tag also zumindest einmal
"Gatsch-paniert",
durch und durch selig.
Erst heute Mittag, so sieht es die Moa auf den  aktuellen Fotos -
wagt sich der Arthur mit dem Papa - Schwimmflügerlbewaffnet - zum Meer ...
Fortsetzung wird wohl bald folgen!!!
Die Siesta - der Arthur ist da sehr vernünftig -
dauert dann lang. Bis zu 3 Stunden kann Arthur sein Mittags/Nachmittags-Schläfchen zelebrieren.
Aber dann: dann ist er kaum mehr zu halten
Ein bissl daheim noch "seine" Musik schauen und hören, alle Dirigenten rauf und runter,
den Radetzkymarsch in 100facher Interpretation und den Wiener Papageno hat er ja auch mit -
Aber dann,  nach "seiner Musi" - da wird es wirklich schon Zeit für den frühen Abend
mit Mama und Papa
Bummeln - essen - Bummeln - schauen, laufen - 
Bummeln - essen - schauen, schauen - 
und erst ganz ganz spät  
Heia!!!
buenas noches, Junge!!!


Fürbitten Sonntag 13.8. - Fürchtet euch nicht

13.8.2017 Mt.14.22 Fürchtet euch nicht 1.Kön.19 Gottesberg Horeb

Wo erfahren wir Gott? Wie begegnet er uns? Der Prophet Elija macht die für ihn sicher verwirrende Erfahrung, dass Gott nicht im Brausen des Sturmes ist, auch nicht in der Gewalt der bebenden Erde, auch nicht im Feuer – Gott zeigt sich im sanften Säuseln des Windes.
Im Evangelium sind es die Jünger, die einer bedrohlichen Situation von Sturm und Gegenwind die Erfahrung machen, dass es letztlich ihr Vertrauen in Jesus ist, dass sie nicht untergehen lässt. Können auch wir Gott in diesem sanften Vertrauen begegnen? Glauben wir seinem „Fürchte dich nicht“ Bitten wir heute

dass wir auch vor hohem Wellengang in unserem Leben: vor Unruhe, Risiko und Unbekanntem 
nicht so viel Angst haben

dass wir realistisch sind und akzeptieren, dass es im Leben AUF und AB gibt,
dass man nicht immer vor Enttäuschung gefeit ist

dass wir weiter vertrauen, auch wenn wir, unsere Pläne oder Projekte auf Widerstand stoßen

dass wir auch akzeptieren können, dass ERFOLG keiner der Namen Gotts ist
dass IHM unser aufrichtiges Bemühen reicht

dass uns auch die „unruhige Zeit“ in der wir leben, keine Angst macht
dass wir uns nicht anstecken lassen von Schwarzmalern und Panikmachern

dass wir nie vergessen, dass uns Gott auch heute – mitten im banalen Alltag – erscheinen wird, 
nicht nur in den aufregenden, feierlichen Momenten unseres Lebens

dass wir auf Jesus schauen und an einen guten Ausgang unseres ganzen Lebens vertrauen können, weil er ist, der uns auch genau JETZT sagt: „Fürchte dich nicht“

Du kennst sie, alle unsere Ängste Gott - hilf uns sie auszuhalten. Zeig uns immer wieder, dass sich Sturm und Aufregung legen, dass es Jesus ist, der uns die Hand reicht. Und lass uns Menschen sein, die auch anderen die Hand reichen, wenn deren Leben stürmisch ist. Vor allem bitten wir auch für die Opfer der Unwetter in ganz Europa und um eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und Nordkorea. Im Namen Jesu
 amen 




einfach so

‎" Ich setzte den Fuß in die Luft,
und sie trug."


Hilde Domin

Freitag, 11. August 2017

Fürbitten 12.8. „mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft“


12.8.2017 Dtn.6.4 Du sollst den Herrn deinen Gott lieben

„Mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft“ – so sollen die Israeliten Jahwe lieben: ob sie wachen oder schlafen, ob sie zu Hause sind oder unterwegs, in ihrem privaten Leben oder öffentlich, in den Stadttoren – immer sollen die Worte Gottes in ihrem Herzen eingeschrieben sein. Dazu verpflichtet Moses sein Volk. Wie sehr lassen wir uns „mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft“ auf Gott ein. Bitten wir heute

Dass du Gott mitten in unserem Alltag bist, nicht nur „Gott in der Kirche“

Dass wir dich mit uns tragen, in all unserer Freude aber auch in allen Schwierigkeiten

Dass alles, was wir tun, Gebet ist, weil es dich meint, - auch die vielen banalen Dinge
die wir zu erledigen haben

dass wir dir in allem vertrauen und Alles dir anvertrauen können

dass wir ohne Angst in der Freiheit der Kinder Gottes leben können

dass wir aber auch alle anderen Menschen frei geben und sie nicht ängstlich an uns binden


so bitten wir, lass uns wirklich leben und lieben „mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft“. Dass wir uns annehmen können so wie wir sind – jeden Tag in Dankbarkeit. 
So auch heute, amen