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Mittwoch, 20. September 2017

Fürbitten 21.9. der Mut, ANDERS zu sein Mt.9.9


21.9.2017 Hl.Mattäus  Mt.9.9 Wer traut sich  wie 2016

Es ist ein Kirchenfest dass wir heute feiern – das Fest des hl.Mattäus. Mattäus ist nach der Überlieferung der Verfasser des 1.Evangeliums und wird in sämtlichen Apostelverzeichnissen angeführt. Sein Weg mit Jesus war ungewöhnlich. Matthäus war Zöllner in Kafarnaum, nicht sehr beliebt bei seinen Mitmenschen (der Evangelist Markus nennt ihn Levi)   – und ausgerechnet zu ihm sagt Jesus, als er ihm scheinbar zufällig über den Weg läuft: „Komm, geh mit mit mir“. Mattäus tut das tatsächlich und er gibt für diesen Jesus auch noch ein großes Fest, zu dem noch viele andere Zöllner und von der feinen jüdischen Gesellschaft nicht geschätzte Menschen eingeladen waren. Wieder ein Vorwurf mehr, den man Jesus macht. „Vermutlich weiß der gar nicht, mit wem er sich einlässt“ Aber Jesus sagt: „Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.“ Bitten wir heute

Um den Mut, dass wir uns selbst – jeden Tag wieder – von Jesus rufen lassen. Und dass uns das nicht ein mühsames Opfer ist, sondern Anlass es wie ein Fest zu feiern

Dass wir selbst niemand als „unwürdig“ aus unserer Gesellschaft ausschließen, dass wir niemanden abqualifizieren, dass wir niemand den guten Will und das gute Mensch-sein absprechen Fragen wir uns immer, "was würde Jesus sagen"

Dass gerade auch die Kirche die „Nachfolge Jesu“ ernst nimmt – dass sich niemand anmaßt, Menschen aus der Nähe Jesu auszuschließen – wer weiß, wen Jesus heute ruft – den
die Amtskirche für nicht anständig genug hält

Bitten wir, dass die Kirche für die Menschen wieder wahrhaftig und glaubwürdig sein kann
dass viele tiefe Wunden und Verletzungen der Vergangenheit wieder gut gemacht werden können

bitten wir um eine Kirche, die den Mut hat, sich für die Armen einzusetzen und Unrecht anzuprangern –
bitten wir um eine Kirche, die weltweit den Friedensdialog sucht, gemeinsam mit anderen Religionen

und bitten wir, dass wir selbst einen guten Weg mit der Kirche gehen und uns immer stärker bewusst machen, dass wir alle einen priesterlichen Auftrag haben, der uns mitten hinein führt in die konkreten Probleme unserer Welt

Guter Gott. Jeden von uns berufst Du auf eine besondere Weise. Lass uns erkennen, an welchem Platz du uns brauchst und mach uns Mut, dort unser Bestes zu geben. Das bitten wir im Vertrauen auf Jesus, unseren Bruder.  Amen.



einfach so



Wer zu sich selbst finden will,

darf andere nicht nach dem Weg fragen 


Paul Watzlawick

Dienstag, 19. September 2017

Fürbitten 20.9. immer mißtrauisch den Anderen beäugen?


20.9.2017 Lk.7.31 wer nicht will, dem passt gar nichts   koreanische Martyrer

Jesus ist kein Traummännlein, er kennt sich mit den Menschen aus. Man kann für euch tun, was man will, sagt er heute: es ist immer das Falsche. Ist einer asketisch, wie Johannes der Täufer, jammern die Leute, „der ist ja nicht ganz normal“. Ist einer lebensfroh wie Jesus, dann sagen dieselben Leute: „so ein Fresser und Säufer“ Wie ist das bei uns? Bitten wir heute

dass wir unsere fixen Vorstellungen davon ablegen, WIE jemand zu sein
 dass wir nicht uns selbst als das Maß aller Dinge nehmen

dass wir aufhören Andere in gut oder böse einzuteilen
 dass wir immer zuerst an uns selbst ändern, was uns an anderen missfällt

dass wir heraus kommen aus jeder Selbstzufriedenheit und Selbstgewissheit
 dass wir uns nicht als moralische Richter über unsere Nachbarn aufspielen

 dass wir Respekt vor anderen Meinungen und anderen Lebensentscheidungen haben
 Dass wir uns immer mehr bemühen, mit den Augen des Herzens zu sehen

Die Kirche gedenkt heute der ersten christlichen Marytrer in Korea. Es waren zu Beginn des 17.Jahrhunderts vor allem christliche Laien die den katholischen Glauben nach Korea brachten, Zwischen 1839 und 1866 erlitten insgesamt 103 christliche Frauen, Männer und Kinder um ihres Glaubens willen denTod. Bitten wir heute im Gedenken an sie um Entspannung im aktuellen politischen Konflikt um Nordkorea


Du guter Gott, lass uns in großer Dankbarkeit und Freude leben, und lass uns alles tun, um in diesen Tagen, Wochen und Monaten all den Menschen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen. Denn nur die Liebe ist es, die uns GUT sehen und GUT handeln lässt. Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen 

einfach so


"Achte gut auf diesen Tag
denn er ist das Leben..
In ihm liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens, die Größe der Tat,
die Herrlichkeit der Kraft.
Das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch,recht gelebt,
macht jedes Gestern
zu einem Traum voller Glück
und jedes Morgen
zu einer Vision voller Hoffnung.
Darum achte gut auf diesen Tag." 

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi + 1273
zählt zu den bedeutendsten persischsprachigen Dichtern des Mittelalters 
und gilt als Mitbegründer der islamischen Mystik

Montag, 18. September 2017

Fürbitten 19.9. immer wieder aufstehen Lk.7.11

19.9.2017 Lk.7.11 Jüngling von Nain

Der Jüngling von Nain und seine Mutter sie sind auch ein Symbol, eine Metapher für uns alle.
Ein junger Mann wird zur Beerdigung getragen, der einzige Sohn seiner Mutter. Jesus sieht ihre Verzweiflung, den Schmerz – und es geschieht, dass ihr Sohn wieder ins Leben findet.  Immer wieder müssen auch wir Hoffnungen begraben, Sehnsüchte, Wünsche, Pläne. Immer wieder müssen wir ganz konkret Abschied nehmen, Das ist nie leicht. Abschied von Menschen, Abschied von bestimmten Vorstellungen die man hat. Bitten wir, dass Jesus auch uns „DAS LEBEN, unser Lebendigsein wieder zurückgibt   „Hilf uns neu anzufangen“

immer dann, wenn uns die Kraft zum Weitermachen fehlt
immer dann, wenn wir glauben, dass nichts mehr geht,
immer dann: „Hilf uns neu anzufangen“

immer dann, wenn wir uns mit einer Situation nicht abfinden können
immer dann, wenn wir resignieren wollen oder verbittert sind
immer dann: „Hilf uns neu anzufangen“

immer dann, wenn wir wie tot sind vor Kränkung und Enttäuschung,
immer dann, wenn wir keinen Schritt mehr auf einen anderen zugehen wollen, weil
Versöhnung unmöglich scheint
immer dann: „Hilf uns neu anzufangen“

immer dann, wenn wir glauben, dass unsere Hoffnungen und Sehnsüchte einfach TOT sind
immer dann, wenn wir glauben, „ICH bin halt wie ICH bin und da kann man nichts machen“
immer dann: „Hilf uns neu anzufangen“


immer dann, wenn wir uns und Anderen nichts mehr Neues zutrauen
immer dann, wenn wir aufhören wollen uns einzumischen und zu engagieren, weil ohnehin nichts einen Sinn hat
immer dann: „Hilf uns neu anzufangen“



Du guter Gott, So viele Gefühle wollen wir oft gar nicht an uns heran lassen. Schmerz und Enttäuschung wollen wir uns ersparen.  Gib uns Vertrauen darauf, dass der Abschied von Altem ein Zugehen auf etwas Neues sein wird, und dass Du es bist, der uns schützt und behütet, und immer wieder neu anfangen lässt – alles Tage unseres Lebens, auch heute, amen

einfach so



Tu erst das Notwendige, 
dann das Mögliche, 
und plötzlich 
schaffst du das Unmögliche.


 
Franz von Assisi

Sonntag, 17. September 2017

Fürbitten 18.9. Vertrauen - auch ins Ungewisse Lk.7.1


18.9.2017 Lk.7.1 Hauptmann von Kafarnaum  Mt 8,5  sprich nur ein Wort  

Im Evangelium hören wir heute von einem, der nicht für sich selbst bittet, sondern für einen anderen. Ein Hauptmann, Nicht-Jude, Teil der verhassten römischen Besatzung in Palästina – bittet Jesus für einen todkranken Diener. Er, der Heide, hat absolutes Vertrauen in Jesus „Ich bin nicht wert, dass du mein Haus betrittst“ sagt „aber sprich nur ein Wort, dann muss mein Knecht gesund werden“  Mit welchem Vertrauen bitten wir? Bitten wir heute

Für alle Menschen, die uns nahestehen und deren Sorgen und Anliegen wir kennen
Für alle, die niemand haben, der sie in seinen Gebeten mitnimmt
Für alle, die uns im Magen liegen und wo wir schon längst eine gute Lösung hätten finden sollen

Bitten wir, dass es gut weitergeht mit unserem Land, jetzt im Wahlkampf,
und dann mit einer neuen Regierung

dass es gut weitergeht in ganz Europa, dass nationalstaatliche Egoismen überwunden werden, dass ein echter Zusammenhalt wächst, eine Bereitschaft für gemeinsame Lösungen

Dass es aus den weltweiten Krisen und Kriegen, dass es aus Hass und Gewalt ein Entrinnen gibt, damit Menschen überall auf der Welt ihr kleines Leben in Frieden leben können

Dass es gerade für junge Menschen eine gesicherte Zukunft gibt, sichere Arbeitsplätze
Und dass für die Alten und Kranken gut gesorgt wird

Bitten wir auch, dass wir selbst aus unseren eigenen kleinen Krisen und Sorgen herausfinden, dass wir immer wieder Licht am Ende des Tunnels sehen, dass wir dem Leben vertrauen können

So bitten wir dich guter Gott: mach unseren Glauben fest, lass uns Vertrauen haben wie der Hauptmann im Evangelium: lass uns keine Angst haben vor neuen Wegen und neuen Herausforderungen. Sprich Du nur ein Wort, dann können wir uns auch ins Ungewisse fallen lassen. Im Vertrauen auf Jesus. Amen

Arthur am Sonntag 34 nur nix nach-tragen Mt.18.21

Noch ist es kein Thema für den Arthur.
Zwar kann er selbst jetzt manchmal schon
ein bissl "schlimm" sein: und da sagen ihm dann
auch Mama und Papa und wir, die wir rund um den Arthur wuseln "Nein, Arthur, DAS tut man nicht" ...
und wir werden das wohl noch lange, lange und oft und oft sagen müssen .... :"man nimmt dem Kind nicht das
Schauferl weg, man streut den Buben keinen Sand in ihr Lego Spiel, man rempelt nicht bei der Schaukel"
(letztlich tut Arthur aber natürlich nur das, was er zuvor ja selbst gesehen und "erlitten" hat und probiert es nun seinerseits aus ...)da beißt sich die Katz sozusagen in den Schwanz ....der circulus vitiosus aller Konflikte

Aber UMGEKEHRT:
"Beleidigt" ist der Arthur eigentlich noch nicht.
Vielleicht kurz gekränkt, wenn ihn jemand rempelt oder von der Rutsche verdrängen will ... aber "beleidigt"  ... nein,
nicht in dem Sinn, dass er nun tagelang über den
Missetäter nachdenkt oder es ihm ein anderes Mal
vielleicht sogar "heimzahlt"
Das heißt, um korrekt zu sein: Arthur kann schon tagelang vorwurfsvoll an genau die Stelle an der Wand zeigen,
wo er sich seine jüngste Beule geholt hat:
Aber hier sagen wir zu ihm: "Du, die Wand kann nix
dafür, das ist keine schlimme, schlimme Wand,
der Arthur selbst muss aufpassen!!!"
Ja, also, dass der Arthur einem anderen Kind böse wäre,
das ist  der Moa noch nicht aufgefallen.
Das, was uns Erwachsene zu "gekränkten Menschen" macht, das ist dem Arthur,
und vermutlich all seinen Kinderfreunden derweil noch ziemlich fremd.
"Verzeihen" müssen einem die anderen noch nichts
Wir lernen dem Arthur natürlich "Entschuldigung" zu sagen, wenn er selbst etwas "angestellt" hat im Umgang mit anderen Kindern - also wir sagen dann meist an seiner statt
"Oh Entschuldigung" - entschuldigen uns bei dem betreffenden Kind, bei den Eltern ....
und alle fremden Eltern wissen nur zu gut, wie das so ist ....jeder weiß, im nächsten Moment kann ja mein eigenes Kind irgendeinen Blödsinn machen ...auch nicht wirklich absichtlich"
"Oh entschuldigen sie" - wird man dann sagen ...
und froh sein wenn dann auch die Gegenseite sagt:
 "aber ich bitte sie, ist doch kein Problem..."
Warum aber haben wir Erwachsene im eigenen Umgang  verlernt,
dass wir selbst doch auch immer wieder auf "Entschuldigung" angewiesen sind.
Warum dann gleich so ärgerlich werden, gekränkt, nachtragend .... immer mehr Kränkung und Beleidigtsein bauen sich oft auf, bis man gar nicht mehr "miteinander kann"
Oh, hoffentlich dauert es noch lange, lange, lange beim Arthur, bis er jemals
eine "beleidigte Leberwurst" wird.

Ja, um das Verzeihen,
um das ENT-SCHULDigen
geht es heute in der Sonntagsgeschichte der Moa.
Wenn uns wer anderer was angetan hat,
dann sollen wir ihn ent-schuldigen.
Selbst wenn es eine wirkliche Schuld war - nicht nur
ein Versehen - dann sollen wir ihm
diese Schuld abnehmen.
Einfach im eigenen Interesse, hoffend, dass andere
auch uns - bei nächster Gelegenheit -
ENT-SCHULDIGEN werden.
Wie erlösend ist es doch, wenn
jemand sagt "ach nicht so tragisch...Schwamm drüber"

Ja, das wünscht die Moa dem Arthur
für sein Kindergarten-Leben - bald fängt es ja an.
Konflikte wird es dort unvermeidlich geben - Kränkungen - vielleicht auch Tränen
und wenn es nur Krokodilstränen sind ......
Arthur, sei dir nie zu gut "Entschuldigung"  zu sagen
und sei immer so gut, dass du von ganzem Herzen das
"Bitte entschuldige!!"
von anderen annehmen kannst
Es nimmt letztlich nur dir eine große Bürde ab ....
und das gilt fürs ganze Leben

Denn nichts ist so mühsam wie "nachtragend" zu sein





Ach Arthur 138 macht der Arthur die Moa zur Duse oder....?

Einmal Hand aufs Herz -
wem aus der Generation der Arthur Mama
ist heute noch "die Duse"
ein Begriff?
Eleonora Giulia Amalia Duse -  
1858 in der Lombardei geboren - neben Sarah Bernhardt 
eine der ganz großen Theaterschauspielerinnen ihrer Zeit. 
Ihr Stil wegweisend für das moderne Theater - auch in Wien hat sie für Begeisterungsstürme gesorgt!
1924 ist "die Duse" in den USA gestorben
Aber: was bitte hat der Arthur mit einer Dame zu tun, die
seit fast 100 Jahren tot ist?
Wo treibt sich die Moa mit dem Arthur herum, so dass
"die Duse" für die beiden ein Thema sein kann?
Arthur kennt sich zwar schon gut in Museen aus:
Technisches Museum, 
Naturhistorisches Museum ...Haus der Musik"
War er jetzt womöglich mit der Moa auch noch im
Theater-Museum: und WARUM?
Nein, nein nein - der Arthur hat sich da selbst etwas für die Moa einfallen lassen. Plötzlich spielt er den Schauspiel-Chef. Und fast unmerklich und ohne sich viel dabei zu denken,
ist die Moa in ihre Rolle hinein gewachsen.
Der Arthur kann zwar selbst dramatisch sein - siehe Tschik-Empörung -
aber plötzlich gefällt es ihm, dass die Moa das HOCH dramatische Fach übernimmt.
Bleiben wir doch gleich 
1.Akt bei den Zigarettenstummeln
"Na so was", muss die Moa sagen, wenn der Arthur bei jedem Tschick stehen bleibt,
"na so was, das ist ja ärgerlich".
Aber mit so einer billigen Empörung kommt die Moa jetzt nicht mehr durch.
Spitzer Zeigefinger vom Arthur, er fordert
mehr Gefühlsausbruch:
Nun ringt die Moa die Hände über den Kopf
"na so etwas"
Arthur noch unzufrieden
Moa ringt Hände und ruft: Das ist ja ganz
unglaublich, nein, das darf ja nicht wahr sein.
Arthur bleibt weiter eisern stehen,
auffordernder Blick: Moa, das kann noch
nicht alles gewesen sein
Moa reißt sich zusammen: also: nochmals Hände über den Kopf ringen
dann: beide Hände vor die Augen schlagen
Moa ruft  jetzt "Da kann ich ja gar nicht hinschauen, das will ich ja gar nicht sehen...
ein Zigarettenstummel ....schrecklich"
Arthur scheint zufrieden, weiter gehts
2.Akt Am kleinen Kirchenplatz. 
Auch hier muss sich wieder ein Drama aufbauen
Am Platzl immer viele Kinder, es gibt breite Stiegen,die Arthur hinauf und hinunter düsen kann, halsbrecherisch hüpfen und springen ...und vor allem gibt es Geländer, die er zum Turnen entdeckt.
Schon hängt er wieder an einem, baumelt und
schaukelt. "Moa" ruft er, "Moa"!!!!
"Bitte pass auf" - ruft die Moa
Arthur versucht es noch wilder zu treiben:
"Moa!!!!!!"
Jetzt ruft die Moa "...bitte hör auf damit, meine Nerven halten das nicht aus!!!"
Der Arthur legt noch einen Zahn zu, versucht wie die Großen, sich auf das Geländer zu ziehen
Die Moa läuft ohnehin schon zu ihm,  aber erst als sie ganz hochdramatisch hier auf dem
Kirchenplatz den Himmel anruft "UM HIMMELS WILLEN  UM HIMMELS WILLEN""
Erst da ist der Arthur zufrieden, und jetzt eigentlich interessiert ihn das Klettern eh nicht mehr so.
3.Akt - Moa und Arthur sind nach Hause gegangen, 
es ist schon früher abend,
die Eltern noch nicht da, allerdings Onkel Ramu.
Oh, den Onkel Ramu liebt der Arthur -
"Ramu, Ramu" ruft er durch die ganze Wohnung
Will die Moa dem Arthur die Straßenschuhe ausziehen,
sagt Arthur dezidiert:"Ramu"!!! Der allein darf das
Ramu muss das und Ramu muss jenes ...
Herrliche Verschnaupause für die Moa, aber plötzlich
fehlt dem Arthur doch noch ein würdiger Abschluss
seines Dramas.
"Wo ist der Arthur?" ruft er, "Wo ist der Arthur?"
Nein, der Onkel Ramu darf nicht suchen
die Moa muss jetzt - ja wie die Duse auf der Bühne -
von links nach rechts,
von rechts nach links laufen, hier suchen, dort suchen
die Moa muss rufen und rufen: "Ja,wo ist denn der Arthur"
Die Moa muss verzweifelt sein, die Moa muss zornig sein, die Moa muss bereits schluchzen
die Moa muss den Ramu fragen "Ja ist denn der Arthur womöglich noch einmal weggegangen?" -
ach, der Onkel Ramu weiß es auch nicht ... die Moa läuft im Kreis, händeringend, verzweifelt:
ja, schon längst mehr Doddel als Duse ....
...ganz genau weiß sie doch, dass dieses kleine Gfrast sich halb unter das Sofa gezwängt hat,
davor die Lederbank zum Beineablagern ....
hineingezwängt hat sich der Arthur, mucksmäuserlstill .... - und ERST - ERST
ERST die Heimkehr der Eltern beendet das DRAMA -

                             perfekt hält sich der Arthur an den klassischen Dramen Aufbau 


LÖSUNG DES KONFLIKTS
So schnell, man kann nicht schauen, kommt er jetzt unter der großen Sitzbank hervor
Hopps .... auf den Schoss der Mama ....
na, wir wissen schon .....Mama Snack!!!
Der Moa winkt der Arthur dann schnell noch huldvoll - 
Ja, für heute in Gnaden entlassen


sollte die Moa jetzt noch vor Erleichterung schluchzen?
Ach was, das hebt sie sich fürs nächste Mal auf
Innerlich muss sie sich aber wohl eingestehen
DUSE ist sie doch keine, 
denn die war ja berühmt für ihren 
"subtilen, verhaltenen"Theaterstil




Samstag, 16. September 2017

Fürbitten Sonntag 17.9. Verzeihen? wie oft denn noch? Mt.18.21

17.9.2017  Mt.18.21   wie oft muss ich verzeihen
Im Evangelium hörten wir heute das Gleichnis vom unbarmherzigen Schuldner: Ja, wir kennen es in und auswendig. Da vergibt ein König einem seiner Diener großzügig alle Schulden – was aber macht der? Derselbe Mann rechnet schon wenig später gnadenlos mit der Schuld eines anderen ab. Erkennen wir uns selbst in dieser Geschichte? wie oft sind auch wir dankbar, wenn jemand über unsere Fehler großzügig hinwegsieht, uns „die Schulden nachlässt“ – und wie kleinlich können wir sein, wenn wir Anderen immer wieder etwas aufrechnen und es einfordern.
Jesus ist ein guter Psychologe – er kennt mich und dich…. Bitten wir heute

dass wir immer hoffen dürfen, dass uns Verfehlungen oder Fehler nachgesehen werden
dass wir aber auch selbst nicht nachtragend und kleinlich sind

dass wir nach einem Konflikt wirklich einen Schlussstrich ziehen können
dass wir nicht immer wieder alte Rechnungen aufwärmen

dass wir uns prinzipiell nicht so ernst und wichtig nehmen
dass wir nicht so schnell persönlich gekränkt und beleidigt sind

dass wir versuchen, andere Meinungen und Handlungsweisen zu verstehen
dass wir oft gar nicht erst mit Schuldzuweisungen beginnen

dass wir immer wieder den 1.Schritt zur Versöhnung machen können, 
ohne Angst vor Gesichtsverlust - dass wir aber auch uns selbst vergeben können, 
wenn vieles nicht perfekt ist und manches schief läuft

dass wir auch in unseren Gemeinschaften und Partnerschaften, ja auch in unserer Kirche Konflikte austragen können, ohne dass „feindliche Gräben“ entstehen und Menschen zu Gegnern werden.

Bitten wir für die großen Konflikte in unserer Welt, dass es auch hier möglich wird, einen Schlussstrich zu ziehen und neu anzufangen


Du guter Gott, hilf uns, dass wir einander Fehler und Schwächen verzeihen können. Ratlos sind wir, wie wir dort verzeihen können, wo an Menschen schwere Verbrechen verübt werden – Jeden Tag, auch heute, flehen wir um Frieden und wir bitten um Leben und Überleben schuldloser Menschen. Wir bitten dich: Jesus hilf! amen

einfach so


"Wie glücklich bin ich, 
dass ich etwas habe, 
zu dem "Auf Wiedersehen" zu sagen 
mir so schwer fällt."

A.A. Milne / Winnie-the-Pooh

Freitag, 15. September 2017

Fürbitten 16.9. an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen Lk.6.43

Foto Irmgard Czerny

16.9.2017 Lk.6.43  "Erlöster müssten sie mir aussehen, die Christen.."
„Einen guten Baum erkennt man an guten Früchten“ sagt Jesus – ein einfacher Qualitätsnachweis. Woran erkennt man Christen? Wie schaut es mit uns aus? „Bessere Lieder müssten sie mir singen, dass ich an ihren Erlöser glauben lerne. Erlöster müssten mir seine Jünger aussehen“ lässt Nietzsche seinen Zarathustra sagen. Bitten wir heute

dass wir Christen sind, weil es uns Freude macht und nicht, weil wir damit eine schwere Pflicht erfüllen 
Dass wir nicht in Verzicht und Selbstquälerei leben
Dass es uns um Güte und Barmherzigkeit geht – und nicht um Gesetze und Rechthaberei                 Dass wir immer mehr „die Freiheit der Kinder Gottes“ im Glauben entdecken
dass wir Respekt vor dem Denken und dem Leben Anderer haben                                                         dass wir auch andere Religionen und anderen Glauben nicht abwerten
dass wir nicht immer besser wissen, was für Andere richtig wäre                                                         dass wir im Zweifel immer das im anderen sehen, was gut ist
dass wir den Menschen, die mit uns leben, das Leben leichter machen                                            
dass wir auch heute wieder Geduld, Geduld, Geduld miteinander haben und dass wir immer mehr die Liebe füreinander entdecken   

Hilf uns guter Gott, dass uns an „unseren Früchten“ erkennt,  dass wir Jesus IN uns tragen und hinein in unsere Welt tragen, liebevoll und heilsam für die Menschen - Dass man uns die Freude das "Erlöst-sein"am Christ-sein ansehen kann - heute und morgen und solange wir leben. amen

einfach so


Also diesmal 
muss alles ganz anders werden!

Kurt Tucholsky

Donnerstag, 14. September 2017

Fürbitten 15.9. Das Leiden der Frauen und Mütter -


15.9.2017  Gedächtnis der Schmerzen Mariens

Einen Tag nach dem Fest „Kreuzerhöhung“ ist heute das Gedächtnis der Schmerzen Mariens. Es ist wohl nicht nur der Tod des Kindes, der für eine Mutter unerträglich ist – auch viele andere Entwicklungen können weh tun, können unbegreiflich sein. Es gibt keine Liebe, die nicht auch mit Schmerz und Kummer und Sorgen verbunden wäre.
Und doch hält die Liebe durch und findet ihren Platz dort, wo sie gebraucht wird.
Bitten wir mit unserem Blick auf Maria heute vor allem für die Frauen:

Du guter Gott: Segne all die Mütter, die dir ihre Kinder entgegenhalten
Mütter in Todesgefahr, Mütter auf der Flucht,
Mütter, deren Kinder man ermordet
Mütter, die ihre Kinder durch Krankheit oder Unfälle sterben sehen
Mütter in Sorge um ein gefärdetes Kind
Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns

Du guter Gott: Segne die vielen Frauen, die müde geworden sind unter ihren Belastungen
die sich allein gelassen fühlen mit Beruf, Kindern und Familie
dass sie Kraft und Mut für ein Stück eigenes Leben finden
Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns

Du guter Gott: Segne alle Frauen, die Opfer von Gewalt, Missbrauch und Demütigung sind
segne alle, die sich nicht aus eigener Kraft aus ihren Lebensumständen lösen können
Segne die Bemühungen aller, die sich für Menschenwürde und Gleichberechtigung
der Frauen engagieren
Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns

Du guter Gott: segne die Mädchen und die jungen Frauen
Segne ihre Sehnsucht nach Nähe und Zärtlichkeit
dass sie sich Liebe und Partnerschaft nicht erkaufen müssen mit dem Verzicht
auf ihre eigenen Bedürfnisse und Talente
Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns

Du guter Gott: Segne den oft so unbedankten Dienst der vielen Frauen in der Kirche
dass man ihre Berufung und ihr Charisma ernst nimmt
segne auch die Frauen,
die Sehnsucht nach einem priesterlichen Dienst in dieser Kirche haben
Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns

Du guter Gott: Segne uns Frauen und Männer in dieser Gesellschaft
auf dem schwierigen Weg zueinander und miteinander
dass wir – wie Maria es konnte - einander vertrauen
auch dann, wenn manches weh tut und wir vieles nicht verstehen
Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns


So bitten wir mit unserem Blick auf Maria: Guter Gott, so vieles bleibt auch uns oft nicht „erspart“ im Leben. Wie oft möchten wir nach dem „Warum“ und dem „Sinn“ fragen. Gib DU uns Mut und Zuversicht. Hilf uns in Geduld auszuhalten, was wir oft noch nicht verstehen, führe uns Wege, die ins Leben führen, darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder und Herren. Amen 

einfach so


alles.
 
es ist alles zum letzten mal, 
wenn wir das einsehen würden, 
ginge uns die liebe auf.
 
Ilse Aichinger