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Samstag, 18. November 2017

Fürbitten Sonntag 19.11 Her mit den Talenten !!!!



19.11.2017  Die Sache mit den Talenten Mt.25.14

Es ist der vorletzte Sonntag vor dem Beginn des Advents. Das alte Kirchenjahr neigt sich dem Ende zu – und es scheint, als würde auch das Evangelium eine Bilanz ziehen wollen. Jesus erzählt das Gleichnis von den Talenten: ein Talent war damals ein hoher Geldbetrag. Ein reicher Mann vertraut seinen Dienern verschieden hohe Talent-Beträge an. Gelobt und belohnt wird schließlich der, der aus seinen Talenten das meiste macht, der seine Talente vermehrt. 
Das könnte auch zur ärgerlichen Frage führen: will Jesus uns als Börse-Spekulanten? 
Meint Jesus, mach was aus deinem Geld!! Nein, es ist keine Geschichte, die die nicht so Erfolgreichen bestraft: ganz im Gegenteil: es ist ein Mutmacher-Evangelium für jede und jeden von uns: Fürchte dich nicht vor deinen Talenten, deinen Begabungen – jeder hat besondere Fähigkeiten - lass dich nicht einschüchtern, mach etwas draus, freu dich an deinen Talenten, versteck sie nicht. So bitten wir

Dass wir diese Talente, diese Begabungen die wir haben, in in allen Lebensphasen – ob jung oder alt -  auch wirklich entdecken können

Dass wir den Mut und die Unbekümmertheit haben, aus unserem Talent etwas zu machen, es einzusetzen

Dass wir niemals Angst haben, uns mit einer Begabung lächerlich zu machen

Dass wir gerne teilen, was wir an Begabung haben. Dass wir uns aber im Ehrgeiz auch nicht überfordern

Dass wir Gott vertrauen, dass letztlich er es ist, der aus unseren Begabungen und Talenten das Beste macht

Heute ist auch der Gedenktag der heiligen Elisabeth – bitten wir, dass wir auch in uns selbst ein Talent zum Teilen und zur Großzügigkeit entdecken

Und bitten wir zuletzt, wie es Teresia von Avila in einem Gebet formuliert: Herr Lehre mich, auch an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Gott, die schöne Gabe, diese auch zu erwähnen


So bitten wir dich guter Gott, schenke uns die Freiheit Mensch zu sein, mit all unseren Begabungen und Talenten. Und lass uns nicht aufhören, jeden Tag inständig um Frieden zu bitten und zu flehen Mögen alle Menschen endlich dieses Talent in sich entdecken. Wir bitte im Namen Jesu.Amen

Ach Arthur 152 ..und nach den Tschicks???

ja, es war ein fast endloses Spiel ....Arthur und Moa unterwegs - Arthur bewaffnet mit handy und Adlerauge:
kein Tschick am Gehsteig entging dem Arthur ....
"Stopp" hieß es dann -
sofort  musste der Arthur ein Foto machen (natürlich fake) und am Ende der Gasse, wenn er vielleicht
schon so an die 15 Tschicks in allen Größen abgelichtet hatte: dann begann der Arthur zu telefonieren:
"Hallo Mann, hallo Mann" rief er ins handy
"kommen, kommen, Tschick weg...."
Und die Moa ergänzte: "Hallo Herr Müller, sind sie der zuständige Herr bei der MA XY??? Ja bitte, wir müssen hier ganz verschmutzte Gehsteige melden, mindestens 15 Tschicks ....da müssen sie einen Putztrupp schicken ... 
ah, ja danke...morgen früh schon kommen ihre Leute...
ja Danke, Danke, vielen Dank!"
Die Moa richtet das gleich dem Arthur aus und der ist recht zufrieden. Die nächste Gasse ist nun im Fokus seines Adlerauges ...und so geht es und geht es und ging es lange Zeit immer weiter .....
und die Moa war oft sehr froh darüber, denn wenn der Arthur zum Beispiel gar nicht
von seiner Mama weg wollte, dann hat doch immer das Zauberwort
"TSCHICK" geholfen:
- "Arthur, Arthur, bitte komm, gehen wir...
wer kümmert sich denn sonst um die Tschicks!!!" 
Gerettet sind wir,
Arthur vergisst die Mama und widmet sich
seiner verantwortungsvollen Tätigkeit.
Ja, das war so eine lange Zeit lang ....
BIS .... bis?
Bis der Arthur die Lust an den Tschicks verloren hat???
Nein - Unglaubliches passierte nämlich!
Plötzlich, wie über Nacht, waren "unsere" Gehsteige
pieksauber ... nix, nix, kein Tschick mehr...
mit der Lupe hat die Moa gesucht ...na und der
Arthur erst. Immer wieder Kopfschütteln!
Kein Tschick. Also dieser brave Herr Müller ....
der hat doch tatsächlich seinen Putztrupp geschickt.
Ja, und dann ist es natürlich dem Arthur mit seinem handy
fad geworden und es landete immer öfter in der
Buggy Tasche ....gleichzeitig aber war auch ein tolles Lockmittel weg ....
BIS - BIS ... ja BIS ....
der Arthur Automarken entdeckt. Oh du meine Güte ...

BMW BMW ruft der Arthur jetzt, wenn wir unterwegs sind
BMW BMW ... und Arthur strebt zu jedem Gehsteig-Rand,
um den gerade dort abgestellten BMW zu begutachten.
Na gut, denkt sich die Moa, seitdem der Arthur nun auch
"ein eigenes Auto" hat und nicht mehr nur Öffis und Taxi fahren muss -
und nachdem das "eigene" Auto ein glänzender kirschroter? BMW
ist ... na gut, hat man ihm halt gesagt und gezeigt, dass das ein
BMW ist ....ist ja wichtig, dass er sein eigenes Auto erkennt
"Eigenes Auto" muss die Moa sagen, denn darauf legt der Arthur Wert. Spricht man vom Auto muss es klar sein "Arthur alleine ...lleine, Arthur" - das gehört ihm allein ..und dass die Mama damit
fährt und der Papa, dass nimmt er nur ungern zur Kenntnis.

Aber beim "BMW" rufen, bleibt es ja nicht.
Arthur zückt nun auch sein handy, um den
BMW zu fotografieren (wenn uns nur niemand sieht, denkt sich die Moa....) und dann
beginnt der Arthur auch die Auto-Reifen
zu inspizieren. Na, da kann er sich aber
in Ärger hinein steigern.
"NICHT BMW Reifen" ruft er empört
"NICHT BMW Reifen".
Ja, erklärt ihm die Mama, manche verwenden auch andere Reifen für ihr Auto -
was dem Arthur aber sehr missfällt.
Ausbaden muss es nun die Moa, die sich bei jedem dritten "gefundenen" BMW anhören muss,
dass der keine Orginal Räder hat. Einmal greift Arthur sogar auf so ein Rad - und ist dann entsetzt, wie schmutzig der Zeigefinger nun ist. "Also, ein Orginal BMW Rad wäre sicher super blitzsauber
gewesen" denkt er sich nun wohl.
Die Moa wird nun auch von der Arthur Mama gewarnt
(gewarnt, weil die weiß, dass die Moa keinerlei Automarken in ihrem Hirn registriert hat...) also die Moa wird gewarnt, dass der Arthur nicht nur BMW ruft, sondern auch AUDI, wenn er die vier
Ringe auf der Karosserie sieht. Audi, Audi ...
du meine Güte ....Audis werden aber nicht fotografiert
diese Ehre widerfährt nur den BMWs.
Die Moa beginnt nun zu sticheln und sagt: na schau, da ist auch

ein VW - der hat auch ein W im Logo, wie dein BMW
Na, der Arthur lässt sich nicht provozieren
Ernsthaft fährt er mit dem Finger über die zwei großen
Buchstaben im Logo: VW  VW
"W" - aah "W""
er wird es sich merken ... und prompt ruft er jetzt auch
VW, VW - sobald er einen geparkten entdeckt, und ..
ja, es sind erstaunlich viele .....na das geht der Moa zu weit .... sobald ihr ein anderes Auto unterkommt ruft sie jetzt triumphierend  FIAT
FIAT .... der Name scheint dem Arthur zu gefallen.
Interessant,
wir finden wirklich noch ein paar andere FIATs -
nein, fotografiert werden sie nicht - aber im Arthur Hirn sind sie schon gespeichert:und tatsächlich ruft er plötzlich von selbst "FIAT" - die Moa schüttelt nur den Kopf.
Trotzig sagt sie jetzt: "und damit du's nur weißt:
die Moa fährt einen ..."
jessas, da muss die Moa jetzt aber scharf nachdenken, wie heißt bloß die Marke von ihrem

kleinen schwarzen Auto?
"Mitsubishi, Mitsubishi !!!"
ruft die Moa endlich  ....
ein Mitsubishi ist das Auto von der Moa
ein Colt Misubishi
Da schüttelt
der Arthur nur den Kopf .....sorry sorry .....
noch nie gehört
noch nie gesehen ...
Ja, und so viel sich die Moa auch umschaut ....
sie findet auch keinen geparkten Mitsubishi ....
aber dann, Arthur
bis du wieder bei der Mo auf Besuch bist,
dann .....


DANN ..uje, 
wie wird DANN der Vergleich 
mit dem Auto aussehen,
mit dem der Arthur kommt?


einfach so


"Jede Begegnung ist ein Spiegel, 
wenn ein Affe hineinsieht, 
kann
nur ein Affe heraus schauen“ 


frei nach G.Ch.Lichtenberg 

Freitag, 17. November 2017

Fürbitten 18.11 GEGENWIND


18.11.2017 Weihetag St.Peter u  Paul   Mt 14.22  Gegenwind

Am Weihetag der Basiliken St.Peter und St.Paul in Rom hören wir heute im Evangelium wie die Apostel in der Nacht am See Genezerath mit ihren Booten unterwegs sind und in hohen Wellengang geraten: „Sie hatten Gegenwind“ heißt es lapidar. GEGENWIND!! Wie gut wir das persönlich kennen, und wie gut man das auch innerhalb der Kirche kennt. Man strudelt sich ab, man setzt sich ein, man engagiert sich: und unterm Strich hat man das Gefühl „das war ja alles für die Katz, war alles vergebens“. Aber Jesus sagt zu den Jüngern, die sogar vor Angst und Verzweiflung schreien: „Habt Vertrauen, habt keine Angst“. Darum bitten auch wir heute

dass wir es aushalten, wenn Pläne und Projekte nicht gleich gelingen

dass wir „vor hohem Wellengang“: vor Unruhe, Risiko und Unbekanntem in unserem Leben nicht so viel Angst haben

dass wir weitermachen, auch wenn wir nicht gleich den Erfolg unserer Bemühungen sehen

dass wir realistisch sind und akzeptieren, dass es im Leben AUF und AB gibt,

dass wir akzeptieren, dass es immer wieder "Gegenwind" und Ablehnung gibt

dass wir uns nicht anstecken lassen von Schwarzmalern und Panikmachern

dass wir auch Geduld für die Entwicklung innerhalb der Kirche haben
bitten wir für Papst Franziskus, weiter um Mut und Stärke für seine Reformen vor allem auch
innerhalb des Vatikans und bitten wir für alle, die den Mut haben, innerkirchliche Missstände aufzuzeigen und aufzudecken

und bitten wir, dass wir auf Jesus schauen und an einen guten Ausgang unseres ganzen Lebens vertrauen

Du kennst sie alle unsere Ängste Gott - hilf uns sie auszuhalten. Zeig uns immer wieder, dass sich Sturm und Aufregung legen, dass es Jesus ist, der uns die Hand reicht. Und lass uns Menschen sein, die auch anderen die Hand reichen, wenn deren Leben stürmisch ist. Darum bitten wir durch Ihn, Jesus Christus – amen  

Die alten Basiliken über den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus waren unter Kaiser Konstantin erbaut und im Lauf der Jahrhunderte wiederholt restauriert worden. Die neue, nach den Plänen von Bramante und Michelangelo erbaute Peterskirche wurde am 18. November 1626 von Papst Urban VIII. eingeweiht. Die St.-Pauls-Basilika (vor den Mauern) brannte 1823 ab, wurde aber mit Spenden aus der ganzen Welt in neuem Glanz wieder aufgebaut und am 10. Dezember 1854 von Papst Pius IX. eingeweiht.

einfach so


Man sollte 
von Zeit zu Zeit 
von sich zurücktreten 
wie ein Maler von seinem Bilde. 

Christian Morgenstern

Donnerstag, 16. November 2017

Fürbitten 17.11 es gibt auch die schreckliche Seite des Lebens Lk.17.26


17.11.2017 Lk.17.26 Wer sein Leben zu retten versucht wird es verlieren

Düster sind heute die Aussagen Jesu im Evangelium. Der Menschheit steht Schreckliches bevor, sagt er. Jesus nennt die Sintflut als ein Ereignis aus der Vergangenheit, aber er sieht auch für die Zukunft furchtbare Dinge über die Menschen hereinbrechen. Es scheint in den heutigen Worten im Evangelium keinen Trost zu geben. „Wer sein Leben zu retten versucht wird es verlieren, sagt Jesus, aber wer es verliert, wird es gewinnen.“ Auch wir leben in einer Zeit, in der Schreckliches geschieht und nicht zu Unrecht oft Ängste vor noch Schrecklicherem aufkommen. Wie sollen wir damit umgehen? Bitten wir heute

Für die Opfer des jüngsten Erdbebens im irakisch iranischen Kurdengebiet – bitten wir für alle Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen und Verbrechen werden

Für alle Menschen, die Opfer von Gewalt Terror und Krieg sind

Für die unzähligen Menschen auf der Flucht, die auf immer weniger Menschenliebe stoßen

Für alle Kinder, denen Gewalt angetan wird, auch dadurch, dass sie hungern und keine Schulbildung bekommen

Für die Opfer sexueller Übergriffe und Ausbeutung

Bitten wir für uns selbst, in all unseren Ängsten und Hilflosigkeiten


Bitten wir im Namen Jesu Amen

Mittwoch, 15. November 2017

Fürbitten 16.11 WEISHEIT?

16.11.2017 Lk.17.20 um Weisheit

Wieder ist heute in der 1. Lesung von "der Weisheit" die Rede. Der Verfasser verwendet Ausdrücke aus der griechischen Philosophie, es sind im Ganzen 21 Eigenschaften der Weisheit, die aufgezählt werden, das war für die Zahlenmystik der damaligen Zeit eine vollkommene Zahl: 3 mal 7. Natürlich ist von der göttlichen Weisheit die Rede – und dennoch sind auch wir damit angesprochen, wenn es unter anderem heißt: die Weisheit ist klar, unverletzlich, das Gute liebend, wohltätig, menschenfreundlich, fest, sicher und ohne Sorge, alles vermögend. Bitten wir heute „um Weisheit“

Um die Weisheit –
das Richtige vom Falschen unterscheiden zu können, dass wir das richtige Maß in allem finden

Um die Weisheit -
dass wir wissen, was wir wollen - dass wir aber auch zum Kompromissen bereit sind

Um die Weisheit
dass wir unbeirrbar unseren Weg gehen - dass wir aber auch nicht stur und uneinsichtig sind

Um die Weisheit
dass die Menschen wissen, woran sie bei uns sind - dass wir uns aber nicht selbst mit starren Regeln das Leben schwermachen

Um die Weisheit
dass wir das leben, woran wir glauben - dass wir Gott aber nicht missbrauchen für unsere eigenen Rechthabereien

Um die Weisheit
dass wir ein Feuer der Begeisterung in uns tragen - dass wir aber nicht „zündeln“ oder krampfhaft Probleme schaffen, wo es gar keine gibt

Um die Weisheit
Dass wir gütig und barmherzig denken und handeln – immer auch uns selbst gegenüber


Du guter Gott, immer wieder leben wir in einem Spannungsverhältnis, immer wieder müssen wir auf neue Probleme neue Antworten finden. Immer wieder müssen wir uns neu entscheiden: hilf uns, das Richtige zu tun, hilf uns das richtige Maß in allem zu finden, darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder.Amen






Dienstag, 14. November 2017

Fürbitten 15.11 Hl.Leopold

15.11.2017 Hl. Leopold

Die Nationalratswahl liegt gerade einen Monat hinter uns - vor uns liegt nun die Regierungsbildung in Österreich: obwohl es uns hier gut geht, leben wir in einer Zeit großer Verunsicherung. Die Gefahr der Ent-Solidarisierung in der Gesellschaft und die Ablehnung gegenüber Fremden ist groß. Bitten wir heute, am Festtag des hl Leopold ganz besonders um ein gutes politisches und gesellschaftliches Klima in Österreich. Der Babenberger Markgraf Leopold, er lebte von 1073 bis 1136, hat dem damaligen Ostarichi eine Zeit der Ruhe und des Friedens ermöglicht, während es im deutschen Reich schwere auch blutige Konflikte gab. Die deutsche Kaiserkrone hat Leopold abgelehnt. Bitten wir heute auch in seinem Namen

um den sozialen und politischen Frieden in Österreich um Männer und Frauen in der Politik,        
die ehrlich um soziale und zukunftsfähige Lösungen ringen

für die Familien und Alleinerziehenden in unserem Land
dass auf alle, die Kinder großziehen, Rücksicht genommen wird,

für die sozial Schwachen und Armen, für die Alten und Hilflosen
dass die Qualität der Pflege- u Gesundheitsdienste in Österreich erhalten bleibt

für die Schulen in unserem Land: dass die richtigen Maßnahmen getroffen werden für eine gute Ausbildung der Jugendlichen aber auch für gute Arbeitsbedingungen für die Lehrer

für die zunehmende Zahl an Menschen, die keine Fixanstellung mehr bekommen, vor allem für die Jungen, damit sie ihre Zukunft planen können

 für alle nach Österreich Zugewanderten, dass es unserer Gesellschaft gelingt, sie gut zu integrieren  

und bitten wir für uns Alle, dass wir bereit sind
unseren Teil der Verantwortung in unserer Gesellschaft, in unserem Land zu übernehmen


Du guter Gott, höre unsere Bitten. Schenke unserem Land Menschen in Politik, Wirtschaft und Kirche, die einen weiten Blick haben für das, was uns allen gut tut. Dass wir in Frieden und Gerechtigkeit leben und selbst Alles dazu beitragen, wozu wir imstande sind. 
Darum bitten wir im Namen Jesus . amen 


Leopold gründete nicht nur das Stift Klosterneuburg, sondern auch Heiligenkreuz 
(für den Orden der Zisterzienser) und Klein Mariazell (Benediktiner)
Der Leopoldi-Tag wird seit Leopolds Heiligsprechung im Jahr 1485 immer am 15. November begangen (in Anlehnung an sein Todesdatum 15. November 1136). 
Das Zentrum der Festlichkeiten ist bis heute Klosterneuburg. 
Für die Diözese Wien ist "Leopold" ebenfalls ein Hochfest

einfach so

Humor und Geduld 
sind Kamele, 
mit denen wir 
durch jede Wüste kommen.

Phil Bosmans

für Irmgard, 
die heute, 
hoffentlich für lange, lange Zeit,
ihre letzte große OP hinter sich bringt

Montag, 13. November 2017

Fürbitten 14.11. aber die Hoffnung ist voll Unsterblichkeit Weish.2.23


14.11. 2017 Weish.2.23  unsere Hoffnung ist voll Unsterblichkeit

Die heutige 1.Lesung aus dem jüdischen Buch der Weisheit wird sehr oft bei Seelenmessen
Verwendet. „Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand „ heißt es dort „Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht“. Eine Aussage, die eigentlich unsere Vorstellungskraft bei weitem übersteigt. „Unsere Hoffnung ist voll Unsterblichkeit“ – heißt es dann auch im Text – bitten wir, dass wir ein wenig von dieser maßlosen Hoffnung leben können.

auch wenn die Welt oft nicht so aussieht, als gäbe es einen liebevollen Gott

Um diese unsterbliche Hoffnung bitten wir -
auch wenn im eigenen Leben nicht alles nach Plan verläuft

Um diese unsterbliche Hoffnung bitten wir -
auch wenn wir uns manchmal „wie von Gott verlassen“ fühlen

Um diese unsterbliche Hoffnung bitten wir -
auch wenn der Kinderglaube enttäuscht wird

Um diese unsterbliche Hoffnung bitten wir -
auch wenn Gott nicht gleich die Antwort auf alle Fragen ist

Um diese unsterbliche Hoffnung bitten wir -
Gerade auch dann -  wenn alles dagegen spricht

Um diese unsterbliche Hoffnung bitten wir
Am Ende unseres Lebens, damit wir es ganz in Gotts Hand legen können


Du guter Gott, so sehr bitten wir um Frieden, so sehr bitten wir um Heil für alle Menschen, so sehr wünschen wir uns selbst ein bißchen Glückseligkeit und Frieden. Und doch gibt es Krieg, gibt es Tod, gibt es so viel Leid und oft im eigenen Leben Enttäuschung und Mühseligkeit. Hilf uns, dass wir dem Leben vertrauen. Dass wir an die Auferstehung aus allem Tod glauben. Im Namen Jesu.  Amen 

Sonntag, 12. November 2017

Fürbitten 13.11 vergeben, immer ….und immer und immer wieder Lk.17.1

13.11.2017 Lk.17.1 vergeben, immer ….und immer wieder

Die Menschen scheinen über hunderte und tausende Jahre hinweg irgendwie die Gleichen zu sein. Denn wie gut kennt man das: da verspricht einer immer wieder: ich werde mich ändern, hab Geduld – und nichts, nichts ändert sich. Ab wann darf man sozusagen den sprichwörtlichen Hut draufhauen??? Gar nicht, sagt Jesus: „Und wenn einer siebenmal am Tag zu dir kommt, und sagt, ich will mich ändern – so sollst du ihm vergeben“. Bitten wir heute aus ganzem Herzen

Dass wir diese Geduld aufbringen, Engels-Geduld, immer und immer wieder

dass wir niemanden enttäuscht abschreiben, der verspricht, sich ändern zu wollen

dass wir nach einem Konflikt einen wirklichen Schlussstrich ziehen und nichts
nachtragen

dass wir nicht immer wieder alte Rechnungen aufwärmen

dass wir den 1.Schritt zur Versöhnung machen, ohne Angst vor Gesichtsverlust

dass wir auch uns selbst vergeben können, wenn vieles nicht perfekt ist und manches
schief läuft

dass wir auch in unserer eigenen Kirche Konflikte austragen können, ohne dass „feindliche Gräben“ entstehen und Menschen zu unerbittlichen Gegnern werden.


Du guter Gott, lass uns großzügig und verständnisvoll miteinander umgehen. Mach uns zu Menschen, die einander guttun und die einander ihre Fehler und Schwächen verzeihen können. Lass uns in der Gesinnung Jesus auf dem Weg sein, darum bitten wir. Amen

Arthur am Sonntag 39 AUGEN AUF ....

ja, die Geschichte aus dem Sonntagsbuch der Moa gefällt dem Arthur heute. Da gibt es etwas zum Lachen.
Von "den klugen und den törichten Mädchen" ist da die Rede - und natürlich dreht die Moa das gleich ein bißchen um,
und erzählt von "den gscheiten und den weniger gscheiten Kindern ...das heißt: was heißt "Kinder" -
die Geschichte  trifft doch auf die ganz Großen genau so zu. Im Sonntagsbuch wird eine Geschichte aus dem Orient erzählt. Dort ist das"Feste feiern" eine ganz besondere Sache ....noch dazu wenn es sich um eine Hochzeit handelt.
So ein Fest kann tagelang dauern. Und da ist es üblich, - ehe es zum großen Fest in den Hochzeitssaal geht - dass junge Mädchen mit Öl-Lampen auf den Bräutigam warten: wenn er dann kommt, begleiten sie ihn feierlich und mit ihren brennenden Lampen in den herrlich geschmückten Saal. Also zehn Mädchen sitzen da und warten - fünf allerdings waren ein bißchen nachlässig und haben nicht genug Öl für ihre Lampen mitgenommen.

Der Bräutigam allerdings kommt erst später als gedacht - und als er dann da ist, fehlt den armen 5 Mädchen das Öl. Nun können sie nicht mit zur großen Feier, sie müssen sich erst darum kümmern, neues Öl zu besorgen.
Die Moa erzählt dem Arthur: das ist wie mit Taschenlampen, da muss man auch schauen, dass die Batterien nicht im falschen Moment ausgehen.
Man muss immer
vorsorgen, nachsehen, was gebraucht wird,
man darf nicht einfach so irgendwie in seinen Tag hinein leben, nicht so irgendwie durch seinen Tag stolpern.
Aber da braucht die Moa dem Arthur nix erzählen
Das weiß er doch längst selbst:
Wenn es draußen kalt ist - dann weiß der kluge Arthur: heute nehmen wir Mütze und
Handschuhe mit. Denn wenn er erst einmal draußen ist
und er nicht daran gedacht hat: ja, dann muss man wieder zurücklaufen, dann vergeht kostbare Zeit...wer weiß, was dann der Arthur versäumt.
Wenn Papa und Mama ihre Arbeitsunterlagen für eine Gerichtsverhandlung nicht haben! Na, Danke schön, das wäre aber ganz schlecht für sie selbst und ihren Mandanten.
Man muss ja nicht nur für sich selbst aufmerksam und vorausschauend sein - das kann immer wieder
auch für andere wichtig, ja sehr wichtig sein.
Da haben wir eine Verantwortung.
Man darf nicht als Schlafmütze durchs Leben gehen und so tun, als müsste man sich selbst um nichts kümmern.
Nein, so einer ist der Arthur sicher nicht
"Schlüssel" sagt er zur Mama,
damit sie nicht vergisst, den Wohnungsschlüssel mitzunehmen - alles schon passiert
"Schlüssel", sagt der Arthur auch zur Moa,
denn die wiederum lässt gerne beim Heimkommen den Schlüssel draußen an der Türe stecken
"handy" sagt der Arthur - und erinnert sich damit selbst an "sein" handy,
mit dem er ja die Zigaretten Tschicks auf der Gasse fotografieren muss.

Nein, der Arthur ist keine Schlafmütze.
Der Arthur sucht selber seine Mütze, ehe wir weggehen, weil er weiß: "draußen ist es kalt"
Der Arthur kann schon selber vorsorgen ...
und wenn wir unterwegs sind: ja, so vieles,
ja fast alles, fällt ihm auf
Da! der Mann, der seinen Handschuh verloren hat. "Mann Mann" ruft Arthur,
und nun fällt es auch der Moa auf und sie bringt dem alten Herren schnell seinen schönen Lederhandschuh nach
"weint, weint" sagt Arthur, wenn ein Kind weint ..... voll Mitleid bleibt er stehen ....
Die Frau vor dem Geschäft, die bettelt,
die sieht der Arthur schon weitem und zeigt
der Moa jetzt, dass sie gleich  einen Euro heraus suchen muss ....
der Arthur geht mit offenen Augen durch die Welt - ja, und er mischt sich auch ein ...
(was vielleicht manchmal dann auch wieder nicht so "richtig" ist.puh kompliziert)
"Wagerl raus...laufen"   sagt er zu einem größeren Kind, das sich von seiner Mama schieben lässt. Aber jetzt muss die Moa sagen: du, das Kind ist vielleicht krank, vielleicht sitzt es deswegen im Wagerl, da dürfen wir uns nicht einmischen"

"Nicht essen" sagt er zu einem großen Mäderl, das vor der Supermarktkasse schon
beginnt, in den Schokoriegel zu beißen.
Die Moa sagt ja immer dem Arthur:
"wir warten mit dem Essen, bis wir wieder auf der Straße sind....dann"
Aber jetzt sagt die Moa: "Du, wenn andere Leute das anders machen, dann ist das auch ok. Da darf man sich nicht einmischen."
Ja, das alles muss man noch lernen.
Sich einmischen, wenn es wichtig ist, sich nicht
einmischen, wenn es einen nichts angeht
Aber das Wichtigste hat der Arthur schon in sich: Aufmerksam sein, hinschauen,
vorausdenken, sich nicht nur von anderen durch den Tag führen lassen. Sich selbst eine Meinung bilden,
Immer genug "Batterien" -
immer genug "Öl für die Lampe" haben, damit
man selbstbestimmt durch den Tag kommt.
Der Arthur weiß, dass man eine Mütze braucht, wenn es kalt ist,
der Arthur weiß, dass man Schwimmflügerl anhaben muss, wenn man ins Wasser will
der Arthur weiß, dass die Moa richtig und gut sitzen muss, wenn er mit ihr die vielen
Bücher lesen will: denn sitzt die Moa schlecht und schlampig kann sie dann nur stöhnend aufstehen.
"Moa" sagt der Arthur dann , und schiebt den großen Sessel zu ihr: "Moa, hier sissi"

Ja, der Arthur geht mit großen Augen durchs Leben -
und damit, mit diesen herrlichen großen Augen
und den langen langen Wimpern
damit flirtet er nicht nur -
der Arthur hält seine großen Augen auch ganz richtig offen:
er sieht, was IST,
und er kann sehen, was KOMMT,
der Arthur, so klein er auch ist....
in allen Lebenslagen -
und wenn er Kopf steht ....
"Gscheiter Bursche" sagt die Moa immer,
"Prima Bursche"

Der Arthur wird am Wesentlichen nicht vorübergehen
er wird das Wesentliche nicht übersehen
na, ist das nicht für die Moa eine wunderbare Sache



Samstag, 11. November 2017

Fürbitten Sonntag 12.11 wachsam, achtsam, Augen auf und engagieren Mt.25.1


12.11.2017  Mt.25.1  das Gleichnis von den klugen und den nicht so klugen Mädchen

Wieder will Jesus mit einem Gleichnis erklären, was es mit dem „Himmelreich“ auf sich hat. Er erzählt von 10 Mädchen, die vermutlich als eine Art Brautjungfern auf den Bräutigam warten. Der Bräutigam kommt später als gedacht, alle Mädchen nicken ein, aber nur 5 von ihnen haben dann genug Öl in ihren Lampen, um dem verspäteten Bräutigam entgegengehen zu können. Versäumt nicht das Wesentliche, meint Jesus mit diesem Gleichnis: seid wachsam. Schaut, dass ihr euch im Alltag nicht verplempert, schaut, dass ihr auf das wirkliche Wichtige ausgerichtet seid. Im Gleichnis finden die 5 Mädchen, die kein Öl in der Lampe hatten, keinen Eintritt mehr in den Hochzeitssaal. Nein, so wird Gott nicht mit uns umgehen – aber bemühen wir uns um mehr Wach-sein, um mehr Achtsamkeit. So bitten wir heute

Dass wir wach sind
Dass wir uns engagieren, uns einmischen
Dass wir eine Meinung haben, uns nicht um Probleme herumdrücken
Dass wir Mut zu Entscheidungen haben
X höre uns

aufmerksam wollen wir sein
dass wir die Sorgen der anderen wahrnehmen
dass wir aufhören, um uns selbst zu kreisen
dass wir darauf verzichten, wehleidig und gekränkt zu sein

wach wollen wir sein
uns heraustrauen aus dem alten Trott
Neues wollen wir uns zumuten,
denn mit der Zu-Mutung wächst auch der Mut 

so lass uns aufmerksam sein
in unseren kleinen und großen Gemeinschaften,
in der Familie am Arbeitsplatz
die Kleinlichkeiten und den alten Ärger lass uns weglassen
Misstrauen und Gleichgültigkeit ablegen, Freude machen

wach sein wollen wir auch in unserer Kirche,
dankbar für den Erneuerungsweg von Papst Franziskus
auf Phrasen wollen wir verzichten, die Wahrheit aushalten, zu Neuem bereit sein
bedürfnislos und ehrlich lass uns leben

Aufmerksam sein muss unsere Gesellschaft
dass die Bildungspolitik eine Zukunft für die jungen Menschen schafft
dass es genug Arbeit für alle gibt, dass die Alten eine Sicherheit der Pflege haben
dass nicht Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit das Klima vergiften


So bitten wir dich guter Gott, lass uns nicht ängstlich darauf schauen, was wir falsch machen könnten. Sondern lass uns hellhörig und mitfühlend sein, lass uns nicht schlafen, wenn wir gebraucht werden. Denn dein Himmelreich ist heute schon unter uns.  Wir bitten im Namen Jesu. Amen

einfach so


Wo aber Gefahr ist
wächst  
Das Rettende auch

Friedrich Hölderlin

Freitag, 10. November 2017

Fürbitten 11.11 Hl.Martin - lass auch uns nicht kleinlich sein


11.11.2017 Hl.Martin
Es ist eine Legende und sagt doch viel aus. Kinder lieben sie besonders. Die Geschichte vom Teilen. Der römische Soldat Martin hat eigentlich nichts, was er verschenken könnte - aber für einen Bettler teilt er spontan das, was er am Körper trägt: er schneidet seinen Soldaten-Mantel in zwei Teile. Im Grund hat wohl jeder von uns die Erfahrung gemacht, dass Teilen einem selbst gut tut, dass es froh macht. Und trotzdem sind wir immer wieder knausrig. Oft weniger mit Geld als mit unserer Zuwendung. Denken wir auch an den Satz von Erich Kästner :
 Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Bitten wir heute

lass uns nicht kleinlich sein - mit der Zeit und der Zuwendung, die wir anderen geben

lass uns nicht kleinlich sein - mit der Geduld, die wir immer wieder brauchen

lass uns nicht kleinlich sein - mit der Kraft, die wir in unsere Arbeit investieren

lass uns nicht kleinlich sein - mit der Freude, die wir weiter geben sollen

lass uns nicht kleinlich sein - mit dem Vertrauen, das wir einander schenken

lass uns nicht kleinlich sein - mit dem Humor, an den Tagen, wo manches nicht so gut läuft

lass uns nicht kleinlich sein  - mit dem „einander-gut-tun“ und verzeihen können

lass uns nicht kleinlich sein  - mit der Liebe, auch für uns selbst

Der 11.November 1918 ist aber auch ein politischer Schicksalstag – an ihm ging der 1.Weltkrieg zu Ende, der Millionen Opfer forderte und doch nur der Auftakt zu einem zweiten, noch schrecklicheren Weltkrieg war. Bitten wir um Frieden für Österreich, Frieden für Europa und Frieden für die ganze Welt.

Du guter Gott. Du willst ALLES – und Du willst, dass wir ALLES von Dir erwarten.

Nimm uns die Angst, im Leben zu kurz zu kommen. Schenk uns ein weites Herz, dass wir sehen, was andere brauchen und dass wir bereit sind, zu geben, was wir geben können. So wie Jesus gelebt hat, unser Bruder, in seinem Namen bitten wir dich, Amen