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Dienstag, 16. Januar 2018

Fürbitten 17.1. Tag des Judentums


Eine monumentale Menorah (Siebenarmiger Leuchter) 
im Eingangsbereich des Würzburger Domes 
als Zeichen für die Wurzeln des Christentums im jüdischen Glauben.

17.1.2018 Tag des Judentums

Die christlichen Kirchen in Österreich feiern auch heuer am 17. Jänner den "Tag des Judentums", schon zum insgesamt 17.Mal. (und das immer einen Tag vor der Gebetswoche für die Einheit der Christen) Ganz bewusst wird an die Wurzeln erinnert, die alle christlichen Kirchen gemeinsam im Judentum haben. Wie Paulus sagt: "Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich  So bitten wir heute:

für unsere Kirche und für alle christlichen Kirchen,  
dass sie die jüdischen Wurzeln, aus denen sie gewachsen sind
mit Dankbarkeit und großem Respekt bewahren und verkündigen
du unser gemeinsamer Gott      wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für die jüdischen Mitbürger in unserem Land
dass sie in Frieden und Achtung leben können
respektiert in ihrem Glauben und ihrer Lebensweise
du unser gemeinsamer Gott ............

bitten wir für die Menschen in Israel und Palästina: dass die
Politiker aber auch die einzelnen Bürger endlich bereit sind
Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit auch der jeweils anderen
Volksgruppe zuzugestehen
du unser gemeinsamer Gott

bitten wir gerade in dieser Zeit der Krise für alle 3 großen monotheistischen Religionen
für Christen, Juden und Muslime, die alle an den einen Gott Abrahams glauben
dass wir Respekt voreinander haben
und so auch in unseren Herzen zueinander finden können
du unser gemeinsamer Gott

bitten wir für uns selbst, dass wir uns darum bemühen, immer besser zu verstehen,
wie eng unser Glaube mit dem des Judentums verbunden ist
und dass wir den Mut haben, gegen alle Formen von Rassismus 
und Diskriminierung Anderer aufzutreten.
du unser gemeinsamer Gott

Du guter Gott, so lass auch uns in das Gebet der frommen Juden einstimmen 
Schemá Jisraél Adonaj Elohejnu Adonaj Echad. 
„Höre, Israel: Der Herr ist dein einziger Gott. Und du sollst deinen Gott lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und allen deinen Kräften -   Und deinen Nächsten wie Dich selbst.“
Herr, Bewahre uns alle in der Liebe, in der wir dich suchen.
Lass uns zueinander – und gemeinsam zu DIR finden. Amen


17.1. 2018 Tag des Judentums ökumenisches Schuldbekenntnis


Aus dem Gottesdienstvorschlag 
des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich

Schuldbekenntnis
Barmherziger Gott, wir bekennen vor dir,
dass wir uns als Kirchen schuldig gemacht haben an deinem Volk Israel.
Wir bekennen, dass Christinnen und Christen auch heute nicht wachsam genug sind,
wenn Menschen wegen ihrer jüdischen Herkunft oder ihres Glaubens angefeindet und verachtet werden.
Wir haben uns gerne die Gaben deines Volkes angeeignet –
das Alte Testament, deinen Bund, den Gottesdienst und die Verheißungen –,
aber mit ihm selbst wollten wir keine Gemeinschaft haben.

Mit tiefem Schmerz sehen wir die lange Spur an Blut und Tränen,
an namenlosem Leid und Tod durch die Jahrhunderte, die Christen verursacht haben.
Wir bitten dich um dein Erbarmen und deine Vergebung.

Auch heute noch sind viele deiner Christinnen und Christen mit Blindheit geschlagen,
sodass sie nicht sehen, was du an deinem Volk und damit an allen wirken willst.
Öffne uns die Augen für das Geheimnis deiner Wege.
Wir bitten dich um dein Erbarmen und deine Vergebung.

Stille
L:
Wo Schuld bekannt wird, ist Vergebung zugesagt.
Hört die frohe Botschaft der Vergebung, die Gott uns durch die Worte des Propheten zusagt:
„Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“ (Jes 1,18)
Alle: Amen

Gebet
Gott unser Vater, du hast die Welt erschaffen,
du hast gegenüber Noa für immer deine Treue zur Schöpfung bekräftigt.
Du hast dein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit
und hast ihm Erlösung geschenkt.
Du hast dein Volk erwählt, ihm deine Gebote gegeben
und mit ihm einen Bund geschlossen.
Dieser Bund hat ewig Bestand.
Du bist der Gott Abrahams und Saras,
der Gott Moses’ und Mirjams, der Gott Davids und Salomos,
der Gott von Ester, Judit und Rut, der Gott Jesu und seiner Mutter Maria.
Wir danken dir,
dass dein Volk und auch wir
heute an deinen Heilstaten teilhaben dürfen,
die du an diesen Vätern und Müttern des Glaubens
und an ganz Israel für alle Völker geoffenbart hast.
Von Jerusalem kommt deine Weisung zum Leben,
vom Zionsberg sprichst du Recht,
unter deinem Gericht stehen alle Völker.
Führe und begleite uns auf diesem Weg
und gib uns Klarheit,
mit Israel das Licht deiner Weisung zu erkennen
und deinen heiligen Willen zu tun.
Amen.




Montag, 15. Januar 2018

Fürbitten 16.1. zur FREIHEIT sind wir berufen Mk.2.23



16.1.2018 Mk.2.23  denn: der Sabbat ist FÜR  den Menschen da - und nicht umgekehrt

Die Geschichten im Markus Evangelium sind spannend. Wir erleben, wie sich die Konflikte zwischen Jesus und den religiösen Führern, den Pharisäern, zuspitzen. Immer wieder geht es um dasselbe Grundproblem: hier das Gesetz, das klar vorschreibt, was zu tun ist – dort Jesus und seine Leute, die anders handeln, als es die strengen Vorschriften vorsehen. Was darf man, was darf man nicht?  Aktuelle Fragen wie heute! Jesus sagt es dezidiert: Die Gesetze, auch der Sabbat mit seinen Vorschriften, sie sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. Wir sind zur Freiheit Berufene – Wo müssen wir einen Sprung nach vorne wagen? Bitten wir

für uns selbst, dass wir Entscheidungen nicht ängstlich abwägen, sondern dass wir den Mut haben, in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben, denn „zur Freiheit sind wir berufen, wir sind Hausgenossen Gottes“, sagt Paulus

Dass wir uns nicht hinter Regeln und Vorschriften verschanzen, sondern dass wir uns immer wieder ehrlich fragen „Was ist wirklich das Motiv meines Handelns?“

dass wir auch nicht zu ängstlich und bequem sind, uns von alten Mustern zu verabschieden

dass wir in unserem Glauben nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Riten, dass wir nichts „Frommes“ tun, nur weil es „Pflicht“ ist,

Dass wir wie Jesus immer danach suchen, was den Menschen guttut

Bitten wir für die Journalisten und Meinungsmacher: dass nicht die billigen Aufmacher zählen, sondern dass Meinungsfreiheit heißt, mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein zu arbeiten

Bitten wir, dass auch unsere kirchlichen Vorschriften das Gesetz nicht über den Menschen stellen. Dass Menschen vielmehr Mut und Trost für ihr selbst gewähltes Leben bekommen,

Und bitten wir auch für die christlichen Kirchen: dass sie unkomplizierter und weniger ängstlich miteinander einen gemeinsamen Weg gehen, der sie frei macht für die Gemeinschaft in Christus 

So bitten wir guter Gott. dass wir uns nicht mit Verboten und Ängsten herumplagen, dass DU keine Verbotstafel in unserem Leben bist, sondern ein Hinweisschild für Freude und Freiheit und Zuversicht. Darum bitten wir im Namen Jesu. amen


Sonntag, 14. Januar 2018

Fürbitten 15.1. Neues - braucht Neues Mk.2.18

15.1.2018 Mk.2.18  Neuer Wein gehört in neue Schläuche  
"Neuer Wein gehört in neue Schläuche", sagt Jesus heute im Evangelium. Es ist seine Antwort auf die Frage der Leute: „warum machst du so vieles anders als die Anderen?“ Nichts muss bleiben, wie es ist, immer kann manches NEU werden, können wir selbst NEU denken, Anders sein, als bisher! Stellen wir uns nicht dumm, Getrauen wir uns nur richtig hinzusehen, auf so manches Alte, das dankbar für Erneuerung wäre. – bitten wir

Dass wir uns von alten Gewohnheiten trennen,
wenn sie uns schon lange nicht mehr guttun

Dass wir Eigenheiten ablegen
wenn wir merken, dass sie für unsere Mitmenschen anstrengend sind

Dass wir bewusst anfangen, etwas Neues zu lernen
Auch wenn wir glauben, das lohnt sich nicht

Dass wir auch anderen zutrauen, sich zu verändern
Dass wir anderen dabei helfen neu durchzustarten

Dass wir unseren Politikern gute Lösungen zutrauen
Dass wir unserer Kirche Veränderung zutrauen
Dass wir uns getrauen, an den Frieden zu glauben

Dass wir uns jeden Tag zumindest einmal
bewusst selbst etwas Gutes gönnen


So bitten wir dich guter Gott, gib uns immer wieder Kraft und Mut, Neues zu denken, Neues zu beginnen, dir immer wieder neu zu vertrauen. Krempel uns um, mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen 

Arthur am Sonntag 49 Wo isse tote Motte?

Ja, erst gestern hat die Moa erzählt, dass sie an einem großen Problem "kaut"!
Welche Antwort hat sie für den Arthur - der eine ganz einfache, aber EXISTENTIELLE
Frage stellt. "WO IST DIE TOTE MOTTE?"
Der Arthur hat gesehen, wie der Papa in der Küche eine Lebensmittel-Motte "getötet" hat.
Nein, natürlich sagen wir nicht "töten" dazu.
Er hat die Motte einfach - mit der flachen Hand vermutlich - "derklescht". Eine spontane Reaktion wenn man im Lebensmittelschrank unliebsame Mit-Esser entdeckt.
Dahinter steckt ja keine besondere Bosheit ...aber der Arthur
nimmt zum ersten Mal wahr, dass da ein kleines Lebewesen
von einem Moment auf den anderen plötzlich nicht
mehr so ist, wie es eben erst war. Die kleine Motte fliegt nicht mehr, die kleine Motte pickt vielmehr bewegungslos am Küchenboden,wo sie der Papa eh sehr respektvoll und sanft mit Besen und Schaufel in den Mistkübel gibt.
WO ISSE MOTTE? - fragt der Arthur
und der Papa sagt: "DIE MOTTE IST TOT"
"WO ISSE TOTE MOTTE"- beginnt nun der Arthur
zu insistieren - WO IST DIE TOTE MOTTE?
Ihm zu sagen, "die ist im Mistkübel" - das würde seine Intelligenz beleidigen, das hat der Arthur ja gesehen -
Der Arthur vielmehr stellt eine Frage, wie sie doch eigentlich im Sonntagsbuch der Moa
glasklar beantwortet werden müsste.
Auf den Punkt gebracht heißt die Frage:
"Wo ist all das, was tot ist?"
"Wo sind wir, wenn wir nicht mehr sind???"
Was also soll die Moa sagen? erklären?
Es ist eine kleine Motte, die der Arthur als erstes
TOT wahrgenommen hat. Aber irgendwann wird ja
auch die Moa tot sein, tot wie die kleine Motte, man wird die Moa nicht im Mistkübel entsorgen,vermutlich in einen Holzsarg legen, gar nicht so viel Unterschied - und -
die Frage bleibt: WO ist DANN die Moa?
Lange, lange denkt die Moa schon nach - auch in der Nacht, kreisen die Gedanken...

eine Antwort, eine Antwort für den Arthur!
In der heutigen Sonntagsgeschichte der Moa ist es der jüdische Rabbi Jesus, der von Leuten gefragt wird:
"WO WOHNST DU" - und das meint nicht nur:
Straße und Hausnummer und Postleitzahl
Auch das ist eine existentielle Frage:
Wo wohnt das oder einer oder eines - was mir
die Antwort auf alle meine offenen Fragen gibt.
So viele Fragen haben wir Menschen - WO WO
gibt es die RICHTIGE ANTWORT?

WO IST DIE TOTE MOTTE?
WO WIRD DIE MOA SEIN, WENN SIE TOT IST?
Die Moa seufzt und seufzt und seufzt
Ob es eine RICHTIGE ANTWORT gibt,
das traut sich die Moa nicht zu behaupten
Am einfachsten wäre zu sagen:
"So ist das Leben. Einmal geht es zu Ende. Das Leben der kleinen Motte und das Leben von uns Menschen. Das müssen wir tapfer akzeptieren - und dieses unser Leben so gut es geht GUT leben."
Die Moa aber weiß, dass der Arthur hören will, was die Moa
selbst glaubt - und das klingt natürlich nicht ganz so logisch
 - aber Moas dürfen so denken
die sind ja schon ein wenig mehr DORT, wo sie von HIER aus nicht mehr gesehen werden.
Also die Moa, würde, wenn der Arthur schon älter wäre,
SO antworten:  "Schau, alles Leben, wie wir es mit unseren Augen sehen, das wird irgendwann einmal
"tot" sein. Die Motte, ein kleiner Vogel, die Blumen in der Wiese ... auch die Moa wird einmal tot sein
Aber die Moa glaubt daran,

dass wir HIER nur ein kleines Stück vom LEBEN sehen.
Du weiß doch,wie das mit einem Mikroskop funktioniert - denn dann wird der Arthur schon wissen, wie das mit dem Mikroskop funktioniert, dass man da Dinge sieht, die man mit "normalem" Auge nicht sieht ...
Und so wie wir mit unseren normalen Augen Mikroben und Bazillen
nicht sehen können  - und ein Teleskop brauchen um in den Weltraum zu sehen -  - so werden wir irgendwann einmal -
mit ganz anderen Augen - alles Leben sehen können,
LEBEN, das nur für unsere "jetzigen Augen" tot ist.
Aber noch weiß der Arthur nix von Mikroskopen und Teleskopen,
die Moa muss eine viel kürzere Erklärung finden für die
Frage: Wo ist die kleine Motte ?

Also - so denkt sich die Moa und gibt sich einen Ruck: wenn der Arthur wieder fragt
"MOA WO ISSE TOTE MOTTE?"
DANN wird die Moa sagen: 
"Also ich, die Moa, ich glaube:
die tote Motte ist dort, wo auch einmal die Moa sein wird.
Die Moa glaubt, dass sie - und alle und alles - einmal im HIMMEL sein wird


WIE wir dann DA sind, das weiß die Moa nicht
ABER DASS WIR NICHT AUFHÖREN
DA zu sein, 
darauf vertraut die Moa.
Die kleine Motte ist uns nur voraus geflogen!


ps HIMMEL - das ist einfach ein Wort (weil wir Worte brauchen) -
Es ist nicht der Himmel "oben" - es ist schon gar nicht "der Himmel",  den die Religionen
glauben für sich gepachtet zu haben ...
Aber einen "Himmel", in dem wir nicht auch unsere kleine Motte wieder finden, 
einen solchen Himmel tät sich die Moa nicht wünschen


Samstag, 13. Januar 2018

Fürbitten Sonntag 14.1. wo soll man suchen? Joh.1.35


14.1.2018  Joh.1.35 Herr, wo wohnst du



14.1.2018  Joh.1.35  Rabbi, wo wohnst du

Das Johannesevangelium folgt den Anfängen Jesu. Die ersten Männer schließen sich Jesus an. Eigentlich sind sie Jünger von Johannes dem Täufer, aber der selbst weist sie auf Jesus hin. Sie sind fasziniert von ihm, sie lassen alles liegen und stehen: „Rabbi, wo wohnst du?“ fragen sie Jesus. Wir selbst sind wie selbstverständlich in die Kirche hinein geboren– vieles ist für uns Tradition und Ritual. Aber eigentlich sollten auch wir Jesus immer wieder fragen: „Wo eigentlich wohnst du? Wo können wir dich finden?“ 
Wohin will uns Jesus vielleicht gerade heute mitnehmen? Bitten wir

Dass wir uns nicht zufrieden geben mit dem, was ist – sondern Jesus immer wieder
neu fragen: "Wo finde ich dich?“

Dass wir offen und neugierig bleiben

Dass wir uns begeistern lassen und uns Neues zutrauen

Dass wir es riskieren, aus Alltag und Routine auszubrechen

Dass uns das Vertrauen trägt, auch wenn wir auf Unbekanntes zugehen

Dass wir Gott nicht nur an den hohen Feiertagen wahrnehmen, sondern Tag für Tag im Alltag

Dass wir Gott dort suchen, wo Menschen uns brauchen

Dass wir selbst anderen den Weg weisen dürfen


So bitten wir: Guter Gott, lass uns immer wieder neu aufbrechen auf dem Weg zu dir. Gemeinsam mit all den Menschen, die du uns anvertraut hast.  Amen

Ach Arthur 161 woran die Moa kiefelt


Ja, die Moa "kiefelt" an einem Problem.
Es geht ihr nicht und nicht aus dem Kopf
und immer wieder versucht sie einen neuen
Lösungs-Ansatz.
Nein, nein, nein - es geht nicht darum: wie
funktioniert das mit dem Wickeln - das hat der Arthur der Moa inzwischen schon gezeigt, wo vorne und hinten ist
bei den Pampers .... oben und unten ...
Die Moa muss dem Arthur etwas ganz anderes erklären!
Die Moa will dem Arthur etwas erklären.
Hundertmal gehen ihr Sätze durch den Kopf:
"Ich werde dem Arthur sagen .....
Also, ich werde ihm das so erklären ...
Nein, besser ist,wenn ich sage ..."

Du meine Güte WORUM geht es denn?
Ja also:
Die Moa sollte dem Arthur eine Antwort geben können.
Antwort auf eine Frage, die er zunächst
Minute um Minute, dann im Stundenabstand,
dann fast jeden Tag - und jetzt immer wieder
einmal stellt.
DIE FRAGE????
Kann die soo wichtig sein?
Bei so einem kleinen Buam?
Doch, sagt die Moa
Es geht um eine LEBENS - WICHTIGE Frage

Denn der Arthur fragt:
                           WO ISSE TOTE MOTTE ?
                           WO ISSE TOTE MOTTE ?
Der Arthur hat gesehen, wie der Papa eine
Lebensmittel-Motte entdeckt -
und erschlagen hat!
"Klatsch" !.... wer mag schon Lebensmittel-Motten
Aber der Arthur hat da plötzlich etwas
ganz genau wahrgenommen
Das hat nicht nur "Klatsch" gemacht ...
die kleine Motte fliegt plötzlich nicht mehr
nein, die kleine Motte liegt da am Küchenboden
die kleine Motte rührt sich nicht mehr

Die Motte ist "tot", sagt der Papa
Der Papa nimmt Besen und Schaufel und kehrt
die kleine Motte sanft auf -
ja, und dann kommt sie halt in den Mistkübel ...
Der Arthur kennt natürlich auch nicht den Unterschied
zwischen Lebensmittel-Motte und Kleidermotte
ABER PLÖTZLICH
hat er einen ganz anderen Unterschied wahr genommen:
In dem einen Moment
fliegt eine kleine Motte noch fröhlich (und hoffentlich wenigstens satt) im Küchenkastl
und im anderen Moment:
da pickt die kleine Motte regungslos am Küchenboden

Da lebt etwas - oder -
Da lebt etwas plötzlich nicht mehr
Was ist da los?
WO ISSE TOTE MOTTE?
Dass sie im Mistkübel ist, das hat der Arthur gesehen
Die Frage vom Arthur ist aber existentiell: 

WO ISSE TOTE MOTTE?

WO ISSE MOTTE? -
WENN SIE NICHT MEHR IST?

ja, an der Antwort auf diese Frage
kiefelt die Moa








Freitag, 12. Januar 2018

Fürbitten 13.1. an meinen "schlechten" Tagen Mk.2.13



13.1.2018  Mk.2.13 nicht die Gesunden brauchen den Arzt,

„Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“ sagt Jesus heute im Evangelium – und das kann uns Mut machen. Nicht, wenn alles rund läuft, - nicht, wenn wir glauben, jetzt hätten wir die Dinge gut im Griff,  - nicht, wenn wir uns perfekt und zufrieden fühlen: nicht in diesen Momenten ist uns Jesus ganz nahe ….Nein, wir dürfen darauf vertrauen, dass er gerade DANN für uns da ist, DANN, wenn wir ihn brauchen, wenn ICH ihn brauche – so bitten wir

an diesen Tagen, wenn ich mir selbst eine Last bin, wenn ich nur an mir zweifele
 – sei Du bei mir –  

an diesen Tagen, wo ich nichts weiterbringe und mir scheinbar nichts gelingt
sei Du bei mir  –

an diesen Tagen, wo mich Sorgen und alte Ängste überfluten - sei Du bei mir  –

an diesen Tagen, wo scheinbar nichts Gutes gelingt und ich womöglich
selbst anderen zur Last fallen - sei Du bei mir –

an diesen Tagen, wo man sich wie ausgeschlossen und abgesondert fühlt - sei Du bei mir

an diesen Tagen, wo das Beten nicht gelingt und das Zweifeln müde macht - sei Du bei mir –



so bitten wir dich guter Gott, lass uns keine Angst haben vor unseren „schlechten“ Tagen. Auch sie sind gute Tage, weil uns Jesus genau DANN ganz nahe ist. In diesem Vertrauen halten wir dir alles hin, was uns belastet – DU nimmst es und wirst es zu etwas Gutem machen. Darauf vertrauen wir und danken wir dir. Amen

Donnerstag, 11. Januar 2018

Fürbitten 12.1. Wahre Freunde Mk.2.1



Jesus wird von den Menschen seiner Umgebung im wahrsten Sinn des Wortes die Türe eingerannt. Immer mehr Kranke bringt man zu ihm – in der heutigen Evangeliums-Geschichte hören wir, dass sogar ein Teil des Haus-Daches abgetragen wird, um einen gelähmten Mann auf einer Bahre direkt vor den Füßen Jesus abzuladen. Dieser Gelähmte hat gute Freunde, die das für ihn tun. Ihnen ist sozusagen nichts „zu blöd“ , um ihrem Freund zu helfen. Wie sieht es mit unserer Fähigkeit zur Freundschaft aus? Sind auch wir bereit, andere dorthin zu bringen, wo wir glauben, dass es Hilfe gibt? Bitten wir heute

dass wir Freunde sind, auf die man sich in allen Lebenslagen verlassen kann

dass wir Freunde sind, die hinhören und die zuhören

dass wir Freunde sind, die nicht verurteilen, sondern nach Lösungen suchen

dass wir Freunde sind, die Fehler wirklich vergeben und vergessen

dass wir Freunde sind, vor denen man sich nicht verstellen muss

dass wir Freunde sind, mit denen man auch seine Freude teilen kann

dass wir Freunde sind, die für andere beten

dass wir Freunde sind, die einen Weg zu Jesus zeigen, dorthin, wo wir uns selbst Kraft holen

bitten wir für unsere Kinder, dass sie gute und treue Freunde finden

„Freundschaft“ das ist ein alter internationaler Gruß der Sozialisten und Sozialdemokraten -
bitten wir, dass es für all die Menschen die sich in unerträglichen Situationen befinden, in Terrorgefahr, im Krieg, in Armut und Abhängigkeiten, auf der Flucht und in großer Unsicherheit, dass es auch für sie Solidarität gibt und Menschen, die Freunde sind.


Um all das bitten wir im Namen Jesu. Amen

Mittwoch, 10. Januar 2018

Fürbitten 11.1. BERÜHREN und berühren lassen Mk.1.40



11.1.2018 Mk 1.40  BERÜHREN wenn du willst kannst du mich heil machen

An Jesus fällt auf, dass er keine Angst vor Berührung hat. Wenn er Menschen begegnet berührt er sie, auch die, die als gefährlich ansteckend galten und von der Gesellschaft ausgesondert blieben. In dieser Erzählung von Markus bittet ein Aussätziger Jesus um Hilfe, einer, der sich nach damaligen Normen eigentlich gar nicht gesunden Menschen nähern durfte. Auch hier bei uns gibt es genug von unserer Gesellschaft Ausgesonderte. Wie halten wir es mit Nähe und Berührung?   so bitten wir:

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns Menschen und ihre Schicksale nicht vom Hals halten
dass wir uns nicht Angst vor Fremden machen lassen
dass wir Menschen am Rand der Gesellschaft
nicht verurteilen, sondern nach Lösungen suchen
Gib uns den Mut zur Nähe  - wir bitten dich,erhöre uns

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir Hilfe anbieten,
dass wir keine Angst davor haben, belästigt und ausgenützt zu werden,
dass wir uns auch dann aufs Helfen einlassen, wenn es vorerst sinnlos scheint

gib uns den Mut zur Nähe,
andere auch wirklich zu berühren, den Arm um eine Schulter zu legen,
eine Hand zu nehmen, Menschen zu umarmen –
vor allem Alte und Kranke sehnen sich so oft nach Berührung

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns auf unsere eigenen Gefühle einlassen,
dass wir uns die eigene Sehnsucht nach Nähe und Berührung eingestehen,
dass wir anderen die Möglichkeit geben, liebevoll zu uns zu sein

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns von DIR berühren lassen.
Dass DU nicht eine theologische Floskel für uns bist, ein frommes Programm
Lass uns alle Liebe und Nähe
in dir und durch Dich erfahren


Guter Gott, segne unsere Hände, dass sie behutsam sind, dass sie halten können,
ohne zur Fessel zu werden, dass sie geben können ohne Berechnung, dass sie die Kraft haben zu trösten und zu segnen. Segne uns, dass wir einander berühren können in der Tiefe unserer Seele – so wie wir von DIR berührt sind. So bitten wir im Namen Jesu. amen
  

Dienstag, 9. Januar 2018

Fürbitten 10.1. Lass uns ganz "OHR" sein ....Ge-rufen und Be-rufen


10.1.2018 1 Sam.3. Hier bin ich, du hast mich gerufen

Die erste Lesung erzählt vom jungen Tempeldiener Samuel, der in der Nacht aus dem Schlaf aufschreckt, weil er eine Stimme hört. Erst beim dritten Mal sagt ihm der Priester Eli: Gott selbst hat dich gerufen. Wenn du seine Stimme noch einmal hörst dann sage „Hier bin ich, rede, dein Diener hört dich“ Und so geschieht es, und Samuel wird ein Leben lang der Stimme Gottes folgen, wie alle Propheten. Fühlen wir uns angerufen und berufen?  Bitten wir heute:

Lass uns keine Ausreden finden, lass uns nicht sagen:
„ach da gibt es Berufenere“!
Lass, dass wir uns nicht aus falscher Bescheidenheit oder ängstlich vor dem drücken,
wozu jede und jeder von uns auf eine ganz bestimmte weise berufen ist

Hilf uns erkennen, was die ganz besondere Aufgabe ist, die immer wieder - in jedem neuen Lebensabschnitt - gerade auf „mich“ wartet und die gerade „ich“ ausfüllen soll

Hilf, dass wir keine Angst davor haben uns auf Neues einzulassen und dass wir auch nicht zu träge sind, uns von alten Mustern zu verabschieden
Lass, dass wir auch anderen helfen, ihre Berufung zu finden, dass wir niemandem Steine in den Weg legen, niemanden entmutigen

Gib uns die Freude und die Kraft, auch dann an unserem Weg festzuhalten, wenn nicht immer alles Wonne und Waschtrog ist

Bitten wir um Männer und Frauen die ganz speziell in der Kirche Wege der Berufung gehen können, in vielfältiger Weise.

Bitten wir für all die Menschen, die in Politik und Gesellschaft zu wichtigen Ämtern berufen sind, dass sie ihre Aufgaben gewachsen sind und sie im Dienst Aller ausüben


So bitten wir wie Samuel, dass wir deine Stimme, Gott, hören. Lass uns "ganz Ohr" sein,
hier und jetzt und mitten in unserem Alltag. Wir bitten im Namen Jesu. Amen

Fürbitten 9.1. .....loswerden, was uns quält Mk.1.21


9.1.2018 Dienstag  Mk 1. 21 "besessen von einem unreinen Geist"   

Markus schildert in seinem Evangelium, wie Jesus zum ersten Mal öffentlich in der Synagoge auftritt – und hier auch vor allen Menschen sein erstes Wunder wirkt. Ein Mann wird von einem „unreinen Geist“ geheilt. Das ist eine altertümliche Formulierung, aber wir wissen nur zu gut von uns selbst, wie viele Gedanken und Gefühle es gibt, die einen richtiggehend quälen.  Auch wir können befreit werden von dem, was uns unfrei macht. So bitten wir heute

dass wir nicht hilflos unseren Gefühlen ausgeliefert sind: Angst, Depression, Antriebslosigkeit,

dass wir unsere Launen beherrschen können, Wut, Zorn, Eifersucht,

dass wir uns nicht in fixe Ideen und Vorstellungen verrennen bei der Arbeit, in der Familie

dass wir bewahrt werden von Abhängigkeiten und Zwängen,
die wir auch anderen aufzwingen wollen

dass uns auch die Liebe nicht besessen macht und den anderen besitzen will

dass wir dem guten Geist Gottes in uns vertrauen können

dass wir auch in andere einen guten Geist legen, Freude und Zuversicht

bitten wir auch, dass in der Politik wieder ein guter Geist einzieht, Mitgefühl, Solidarität, Toleranz und Respekt

Du guter Gott, nimm von uns was uns belastet, was uns niederdrückt, was unser Denken und Fühlen beherrscht. Mach heil in uns, was in der Tiefe unseres Herzens krank und verletzt ist. Leg deinen guten Geist in uns. Darum bitten wir im Namen Jesu Amen

Sonntag, 7. Januar 2018

Fürbitten 8.1. Unterwegs sein .... hl.Severin

Foto Eva Filice

8.1.2018  Hl. Severin   - unterwegs sein

Er war sein Leben lang „unterwegs“: der hl.Severin. In der Mitte des 5.Jahrhnderts, auf einem für unsere heutigen Verhältnisse unvorstellbar langem, mühsamen und gefährlichen Weg. Vom Westen des römischen Reiches bis in die Nähe Wiens kam Severin. Er ist der erste namentlich bezeugte Glaubensbote auf dem Boden des heutigen Österreich. Er gründete Klöster ua bei Passau und Mautern, wo er auch 482 friedlich starb. Severin war zu seiner Zeit - zur Zeit des Zerfalls des Römischen Weltreiches - Brückenbauer und Ratgeber, der bei Germanen und Romanen, Arianern wie Katholiken großes Ansehen genoss. Gerühmt wird seine karitative Tätigkeit: während einer Hungersnot kümmerte er sich um die Verteilung von Lebensmitteln und Kleidung. 
Unsere Wege sind wohl weniger aufregend, und doch kann jeder kleine Schritt im Alltag Grenzen überschreiten.  So bitten wir für unsere inneren Wege in diesem Jahr

Lass uns aufbrechen - nur mit kleinem Gepäck
lass uns zurücklassen, was uns im vergangenen Jahr
mutlos, ängstlich, unsicher gemacht hat
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Lass uns aufbrechen  - ohne schon die fixe Idee im Kopf zu haben
wohin der Weg gehen muss
lass uns den Mut für neue Wege haben
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Lass uns aufbrechen  - und keine Sorge haben
wir könnten den falschen Weg wählen
lass uns vertrauen
dass auch alle Abwege in den richtigen Weg münden werden
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Lass uns aufbrechen  - auch wenn wir wissen
dass die erste Begeisterung vielleicht schnell verfliegen wird
lass uns nüchtern und beharrlich auf dem Weg zu bleiben
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Lass uns aufbrechen - und den Kopf hoch tragen
dass wir sehen, was gut ist rund um uns
dass uns die Dankbarkeit trägt und das „miteinander“
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Lass uns aufbrechen und gehen,
immer wieder, Tag für Tag
manchmal werden wir nicht erreichen, was wir uns vorgenommen haben
aber immer wird es der Weg sein, auf dem Du uns begegnest
Christus Licht auf unserem Weg: wir bitten dich erhöre uns

Du guter Gott, zeig uns den Weg, der uns hinausführt aus der Enge und Begrenztheit unserer Gefühle, zeig uns den Weg, der uns offen macht für die Begegnung mit Dir. Dass wir dich erkennen können in den Menschen, die mit uns auf dem Weg sind. Darum bitten wir im Namen Jesu.Amen

Arthur am Sonntag 48 Warum das LEBEN den Arthur braucht

"Moa", sagt der Arthur - und er hüpft dabei auf seinem Trampolin, so leichtfüssig, als wär das die selbst- verständlichste Fortbewegungsart - jedenfalls für einen der "Arthur" heißt -
"Moa" also ruft der Arthur
"wo ist die Sonntagsgeschichte!!"
"Wo ist...."
"Was ist..."
"Wer ist..."
"Wie heißt ...."
diese Fragen gehören ja inzwischen zum Arthur Repetoire
"Wo ist mein Rolli?"
"Was ist das für ein Geräusch?"
"Wer ist bei der Türe?"
"Wie heißt die Frau?"

Das ist dem Arthur nämlich SEHR wichtig:
wie die Menschen heißen, mit denen er zu tun hat. Die Moa heißt Ilse Oberhofer,
die Omama Elfriede Vögl
Mama ist Katharina Rastegar -
der Papa Keyvan Rastegar
Fehlerlos spricht der Arthur das aus
Aber er möchte auch, dass ihm
"SANDRA"
in seinem Stamm-Frühstückslokal gleich
neben dem Kindergarten
dass ihm SANDRA also
den Kaffee bringt (Kinderkaffe!!! viel viel Milchschaum!!!)
ANNA ist heute ja nicht da, nach der hat der Arthur schon gefragt ...auch "Herr MICHAEL" kommt erst wieder übermorgen - da lacht die Moa:
ist der Arthur vielleicht ein kleiner Macho?
Die Frauen, so fällt der Moa auf, nennt er nämlich nur mit dem Vornamen
bei den Männern steht ein "Herr" davor.
Im Pflegeheim der Omama hat ihm sogar ein
"Herr Georg" eine neue Windel gebracht, ihm, dem Arthur, und der Arthur hat sich die Windel
wie auf dem Silbertablett servieren lassen (psst nicht weitersagen, es war eh nur die alte
Windel, die noch sauber war, die der Arthur aber nicht mehr tragen wollte!!!!da musste die Moa ein bißchen tricksen und den Herrn Georg bitten, "mitzuspielen": Danke Herr Georg!!)


Also, NAMEN sind dem Arthur sehr wichtig
seinen eigenen Namen liebt er
niemand hat daraus einen Kosenamen gemacht
immer schon hieß es: ARTHUR
ARTHUR ....
nein, soll eigentlich nix zu tun haben

mit King Arthur, aber wer weiß,
vielleicht gefällt dem Arthur einmal die Geschichte...noch aber ist er "nur" der Arthur.
Und das genügt ihm total.
Ja, auch einen gleichaltrigen Freund hat er,
der heißt auch Arthur .... babyleicht zu merken!!!!
Aber Arthur kennt auch die Namen aller
Kinder in seiner Kindergartengruppe
(die Tante dort ist baff)
und der Arthur kann nur den Kopf schütteln, wenn ihn die Moa wieder einmal falsch anspricht: "Jakob" ruft die Moa manchmal - da schüttelt der Arthur nur den Kopf
"Jakob isse Papa von Hannah!!!" sagt der Arthur dann, aber  er ist gnädig mit der Moa
Wenn er jetzt auch wieder fragt: Moa, wo ist die Sonntagsgeschichte?????


"Ah ja" sagt die Moa,
"du, die Geschichte die handelt heute von einer Taufe" -
bei der Taufe von Cousine Hannah
und von Freund Leonidas (kurz Leo)
war der Arthur ja dabei - er hat gehört, wie wichtig es den Eltern ist, einen ganz bestimmten Namen
für ihr Kind gesucht und gefunden zu haben -
bei diesem Namen wird das Kind
vermutlich ein Leben lang gerufen werden ....
und der Name soll schon ein wenig von dem aussagen, was sich die Eltern für ihr Kind wünschen: die kleine Hannah etwa könnte eine weise Prophetin werden!!!

für den Namen ARTHUR findet die Moa verschiedene "Bedeutungen":

1. Arthur kommt aus dem Keltischen und bedeutet "großer Bär", der Bär oder der Bärenstarke
2. Arthur kommt vielleicht vom Kurdischen Namen, Artor, Bedeutet: Feuer Netz. Ar ist Feuer und Tor ist Netz.
2. Der Name ist irischen Ursprungs. Das Wort "art" bedeutet "Stein".
3. Es kann sich um eine Abwandlung des römischen Geschlechternamen "Artorius" handeln.
4. Es kann sich auch um eine Abwandlung des nordischen Namens Arnthor handeln. Die erste Silbe bedeutet dann "Adler" und die zweite Silbe "Thor" (nach dem nordischen Gott).


Aber vermutlich haben die Arthur Eltern an gar nicht diesbezüglich gedacht und schon gar nicht an King Arthur, wie sie beteuern

ARTHUR ist einfach ARTHUR, basta - und das Leben wird schon sehen, was so ein ARTHUR
alles vermag - also zb vermag er jetzt schon ganz bewusst mit sich selbst zu reden,
das verblüfft die Moa sehr.
Arthur geht mit der Mama einkaufen, es ist schon finster, wie so oft bleibt der Arthur immer wieder stehen, schaut der Arthur hinauf zum Himmel und fragt kopfschüttelnd:
"Wo isse der Himmel"?
denn dieser Himmel ist seit ein paar Monaten
einfach dunkel, sooo dunkel, das gefällt dem Arthur
gar nicht ... aber ehe er nun stolpert, der Arthur, sagt er doch plötzlich ganz streng zu sich selbst
"Arthur aufpassen auf Straße, Arthur gut schauen"!!! 
Wie schön, dass der Arthur "den Himmel" sucht. Dass er wieder Sehnsucht hat nach dem
hellen Himmel über sich, nach den Wolken, die wie kleine Schiffe segeln.
Und um "den Himmel" geht es eigentlich heute auch im Sonntagsbuch der Moa:

Da lässt sich ein  Mann taufen,
er ist schon fast 30 Jahre alt, also schon lange
kein Baby mehr - und als dieser Mann im Wasser des Jordan untertaucht und wieder auftaucht: da sieht es so aus,
als würde sich der Himmel über ihm öffnen ....
und ab diesem Moment weiß der Mann, was er nun mit seinem Leben machen will
Er spürt, dass es etwas gibt, wozu er, nur er
 "BERUFEN" ist:  das Leben braucht IHN - IHN
So wie das Leben den ARTHUR braucht
ja genau DIESEN Arthur
und diesen LEO und diese HANNAH

So wie "das Leben" jeden von uns braucht, 
Dich und Mich - UNS








Samstag, 6. Januar 2018

Fürbitten 7.1.- untertauchen, eintauchen in das Geheimnis des Lebens


7.1.2018 Taufe Jesu Mk 1,7

Mit der Taufe durch Johannes im Jordan beginnt für den Juden Jesus ein radikal neuer Abschnitt seines Lebens. Er hat seine Familie verlassen, die ihn vielleicht sogar für verrückt hält, und er beginnt nun ein Leben als Wander-Rabbi. Er wird von der radikalen Umkehr und vom Himmelreich predigen, Jeus wird vor allem den Menschen heilend begegnen. Bitten wir heute auch für uns selbst:

Auch für uns reiß den Himmel auf Gott, lass uns deine Stimme
auch mitten im Alltag immer wieder hören
Lass uns wissen, dass auch wir geliebt und gewollt, gerufen und erwählt sind
Lebendiger Gott, so rufe auch uns:  wir bitten dich erhöre uns 

Lass uns immer wieder Orte finden wo wir eintauchen und Kraft holen können
Orte und Menschen, wo wir das Besondere in unserem Leben erspüren
wo wir unseren ganz eigenen Auftrag, unsere Bestimmung erkennen
Lebendiger Gott, so rufe auch uns:  wir bitten dich erhöre uns 

Gib uns auch den Mut, unterzutauchen, einzutauchen in das Geheimnis unseres Lebens
dass wir unter die Oberfläche gehen, dass wir voll Vertrauen den festen Grund suchen
auf dem wir auch in den Krisen unseres Lebens stehen können
Lebendiger Gott, so rufe auch uns:  wir bitten dich erhöre uns

Lass uns da sein für die Sorgen und die Bedürfnisse der Menschen um uns,
lass uns Menschen sein, die auch anderen ein Stück Himmel aufreißen
Behüte uns alle die wir uns Christen nennen -  geeint durch die eine taufe
lass uns die Einheit ersehnen und doch dankbar und offen sein für die Vielfalt.
denn dein Geist wirkt in jedem von uns
Lebendiger Gott, so rufe auch uns:  wir bitten dich erhöre uns

so lass uns eintauchen in das Geheimnis des Lebens
lass uns immer besser verstehen dass wir Leben nur gewinnen,
wenn wir teilen und uns verschenken
lass uns dankbar, gütig und geduldig sein
bewahre uns vor Bitterkeit und allen geschürten Ängsten
Lebendiger Gott, so rufe auch uns:  wir bitten dich erhöre uns


Darum bitten wir, Öffne deinen Himmel über uns, sende uns deinen heiligen Geist. Mach uns zu Menschen die fähig sind für für Versöhnung und Frieden.Amen


Beten und bitten wir mit Worten der Dichterin Hilde Domin

"...So Tauche uns ein
wasche uns mit dem Wasser der Sintflut  
durchnässe uns 
bis auf die Herzhaut. 

Denn . Der Wunsch nach der Landschaft diesseits der Tränengrenze 
taugt nicht, 
der Wunsch, den Blütenfrühling zu halten, 
der Wunsch, verschont zu bleiben, 
er taugt nicht. 

Es taugt nur die Bitte, 
dass bei Sonnenaufgang die Taube den Zweig vom Ölbaum bringe, 
…dass wir aus der Flut, 
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen 
immer versehrter und immer heiler 
stets von neuem zu uns selbst entlassen werden. "