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Freitag, 9. März 2018

Fürbitten 10.11 sich selbst nüchtern sehen



10.3.2018  Lk.18.9 Gebet des Pharisäers u des Zöllners
„...wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht.“

Im Evangelium wird heute die Geschichte von zwei Männern erzählt, die in den Tempel kommen um zu beten. Der eine, ein Pharisäer, ist hoch zufrieden mit sich selbst, er hält sich für gesetzestreu und fromm, ja, er dankt Gott sogar dafür, dass er nicht so ist wie andere Menschen. Der andere Mann, er hat als Zollbeamter keinen guten Ruf, dieser Zöllner also fühlt sich als Sünder, er bittet Gott um sein Erbarmen. Für Jesus ist klar, wie die Sache in den Augen Gottes ausgeht: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden“ Bitten wir heute

dass wir uns selbstkritisch sehen – dass wir uns nicht krampfhaft „klein“ machen,
aber immer auch um unsere Defizite wissen

dass wir als praktizierende Christen nicht glauben, der Himmel „stünde uns zu“,
weil man uns mehr in der Kirche antrifft, als andere

dass wir uns in unserem kleinen Alltag – aus innerer Überzeugung - immer wieder hinten anstellen - dass wir aber nicht nur bescheiden „tun“, sondern es innerlich auch sind

dass wir nicht krampfhaft nach „guten Werken“ suchen, dass wir nicht mit dem, was wir Gutes tun, auf Lob und Belohnung "im ewigen Leben" schielen

dass wir lieber mehr "loben und preisen" als uns bitter an die Brust zu schlagen
dass gerade auch in der Fastenzeit die Freude wichtiger ist als die Leistung

Bitten wir, dass die Zeichen der Entspannung rund um Nordkorea zu einer guten Entwicklung führen und bitten wir vor allem für die Menschen in Syrien, dass wenigstens Hilfslieferungen in das Kriegsgebiet kommen können.

Du guter Gott, wie sehr leben wir davon, dass DU gütig auf uns siehst – Hilf, dass auch wir einen gütigen und guten Blick auf Andere haben. Darum bitten wir im Namen Jesu, dem wir auch in seiner Menschenfreundlichkeit ähnlich sein wollen - Amen